Landhausbrauerei-Borchert-Vater-Tochter
Margot Bischof | am

Emsland: Wenn brauen Familientradition ist

„Aus einer Bierlaune heraus“ gründete Familie Borchert 1997 ihre Landhausbrauerei. Heute betreibt Tochter Friederike Köhl mit Vater Ewald Borchert die einzige Brauerei des Landkreises und behauptet sich in dem Männerberuf.

Bier ist in fast aller Munde. Laut Deutschem Brauerbund gibt es mehr als 1500 Brauereien in Deutschland, die zusammen rund 7000 verschiedene Sorten brauen. Man könnte meinen, die Konkurrenz sei groß. Nicht so im Emsland. Im beschaulichen Lünne betreiben Friederike Köhl und Vater Ewald Borchert mit ihrer Landhausbrauerei Borchert die einzige Brauerei in diesem Landkreis.

Gegründet wurde diese mit angeschlossener Gaststätte 1997. „Aus einer Bierlaune heraus“, berichtet Ewald Borchert, der von Beginn an einen Braumeister beschäftigt. Tochter Friederike Köhl orientierte sich zunächst beruflich in eine andere Richtung, machte dann doch eine Ausbildung zur Brauerin in Köln. Denn die Kindheit inmitten von Brauerei- und Gaststättenbetrieb hatte sie geprägt. „Mir wurde klar, dass es für mich wichtig war zu lernen, was den Betrieb ausmacht“, sagt die 34-Jährige. „Die Lehrbrauerei des Clöner Hofbräu Früh ist recht groß, trotzdem war ich dort die erste Frau in der Ausbildung“, blickt Friederike Köhl zurück. In Dortmund besuchte sie die Berufsschule und war eine von drei Frauen unter 30 Schülern. Nach abgeschlossener Ausbildung zog die frischgebackene Mälzerin 2016 mit ihrem Mann wieder nach Lünne, um zusammen mit ihrem Vater den Familienbetrieb weiterzuführen.

Abseits des Reinheitgebotes

Sechs verschiedene Sorten Bier fließen aus der Abfüllanlage in die Glasflaschen und Fässer. Die traditionellen Biere Pils und Braunbier, ebenso wie das dunkelbraune „Bonaventura Brown Ale“, dass als Winterbier kreiert wurde. Für Liebhaber des neuen Geschmacks wird „Aquinas Buchweizenbier“ gebraut. Doch für einen Vermerk mit dem Reinheitsgebot gelten noch immer: Wasser, Hopfen, Malz und Hefe. „Buchweizen ist ein Knöterichgewächs und fällt nicht darunter“, erklärt die Fachfrau. „Doch der Normalverbraucher ist überrascht, wie gut Bier abseits des Reinheitsgebots schmecken kann.“

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