Historische Brücke und Kutter im Emsland
Christel Grommel | am

Emsland: Eine Brücke geht in die Luft

Die Fuß- und Radwegbrücke "Deichstraße" in Haren ist ein historisches Bauwerk. Nun geht sie in die Luft - weil sie für Sanierungsarbeiten von einem Kran angehoben wird.

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat die Sanierungsarbeiten in Auftrag gegeben. Die drehfähige Kanalbrücke befindet sich unweit der Schleuse I des Haren-Rütenbrock-Kanals und ist seit gestern, 14. April, für Fuß- und Radverkehr gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert.

Die aufwändige Mechanik der Brücke steht bei den Arbeiten im Fokus. „Erneuert werden unter anderem der Hydraulikzylinder sowie die Antriebe. Außerdem ist eine Reparatur des sogenannten Königsstuhls erforderlich", sagt Josef Schwanken. Der Königsstuhl, der am Rand des Kanals auf einem Pfeiler gelagert ist, sorgt bei der Brücke für den richtigen Dreh, um sie bei Bedarf für die Sportschifffahrt zu öffnen.

Schwanken arbeitet bei der NLWKN-Betriebsstelle in Meppen, die für den Betrieb und die Unterhaltung des Kanalnetzes zuständig ist. Insgesamt rechnet der NLWKN mit Kosten in Höhe von rund 50.000 Euro.

Die Brücke gehört zum denkmalgeschützten Ensemble des Haren-Rütenbrock-Kanals. Dieser ist Teil des vor über hundert Jahren geschaffenen linksemsischen Kanalnetzes. Der Haren-Rütenbrock-Kanal verbindet die Ems über den Dortmund-Ems-Kanal mit den niederländischen Kanälen Stadskanaal-Winschoterdiep-Eemskanaal und mit der neuen Wasserstraße zwischen Erica und Ter Apel-die Veenvart.

 

Mit Material von NLWKN
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