Blick von oben auf die Meyer Werft in Papenburg
Christel Grommel | am

Emsland: Hilfe für die Meyer Werft

Auch die Meyer Werft in Papenburg wird von der Corona-Krise hart getroffen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Althusmann will der Werft nun helfen.

Die Auftragsbücher der Meyer Werft waren voll, denn die Kreuzfahrtbranche boomte. Das änderte sich mit dem Coronavirus, das die entsprechende Industrie zum Stillstand brachte. Wann es weitergehen kann, weiß noch niemand. 

Die Beschäftigten der Werft sind seit Anfang Mai in Kurzarbeit, ein Stellenabbau wurde bereits vom Unternehmen angekündigt. 

Ein Runder Tisch mit Wirtschaftsminister Althusmann, Landräten der Region, Politikern aus Land und Bund sowie Geschäftsführung und Betriebsrat der Werft sollte erste Lösungsvorschläge dafür bringen, wie die Werft aus der Krise kommen kann. 

Lage in der Branche dramatisch

Man war sich einig, den Werftstandort an der Ems auf alle Fälle erhalten zu wollen. "Es geht jetzt darum, gemeinsam daran mitzuwirken, der Meyer Werft eine tragfähige Zukunftsperspektive zu geben", sagte Althusmann bei dem Treffen in Hannover. 

Weil die Lage auf dem Kreuzfahrtmarkt dramatisch sei, könne die Krise nur mit harten Einschnitten überwunden werden, sagte der Meyer-Geschäftsführer Tim Meyer. 

Zur Werft gehören 3.500 Mitarbeiter Stammbelegschaft, ebenso viele sind über Werkverträge und Leiharbeit dort beschäftigt. Eine der am Runden Tisch vorgeschlagenen Lösungen war, die Zahl der Leiharbeiter zu verringern und der Stammbelegschaft mit Kurzarbeit und Qualifizierungen zu helfen. 

Bundesabgeordnete Gitta Conneman aus Leer sagte, es sei "eine existenziell bedrohliche Lage für die Meyer Werft und ihre Beschäftigten". Man sehe aber mittelfristig auch für den Kreuzfahrtmarkt eine gute Perspektive, so IG Metall-Bezirksleiter Friedrich. 

Mit Material von NDR
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