Krone Unternehmenssitz

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Janina Schuster | am

Emsland: Krone Gruppe baut Werk in Ibbenbüren

Die im Emsland ansässige Krone Gruppe ist für ihre Landtechnik bekannt. Das Unternehmen möchte weiter wachsen und hat nun eine hohe Investitionssumme in die Hand genommen, um ein neues Werk in Ibbenbüren zu bauen.

100 Millionen Euro fließen in das neue Zuliefererwerk für die Emsländer Krone Gruppe. Der Zulieferer, die "Green Teuto Systemtechnik GmbH" (GTS) ist eine eigenständige Gesellschaft im Verbund der Krone Gruppe, soll in dem Werk unter anderem komplexe Schweißbaugruppen für den Mutterkonzern fertigen. Dieser sitzt im 30 Kilometer entfernten Spelle und hat dort eine eigene Produktionsstätte. Das Werk in Ibbenbüren ist fast fertig und soll im Sommer seinen Betrieb aufnehmen. Für die erste Halle des Bauprojekts wurden rund 1.400 Tonnen Stahl auf 12.300 Quadratmeter verbaut. In den nächsten fünf Jahren sollen dann weitere vier Bauabschnitte folgen.

Spelle wird entlastet

Zum Unternehmensnetzwerk der Krone Gruppe gehört neben der GTS auch die Gigant GmbH in Dinklage (Achsen und Federaggregate) und die Brüggen Oberflächen- und Systemlieferant GmbH in Herzlake. Bernard Krone freut sich über die Erweiterung: "Bislang haben wir einen Landtechnik-Standort und viele Vertriebsstandorte, aber keine weitere Produktionsstätte. Das wird sich jetzt ändern." Trotz großer Nähe zum Produktionsstandort in Spelle sieht er keinen Konflikt in der Auslastung der Betriebsstätten. Dort gebe es trotz der neuen Produktion nicht weniger zu tun, betont er. "Wir platzen aus allen Nähten. In Ibbenbüren haben wir jetzt Platz."

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Wachstum ist möglich

Den haben sie dort in der Tat. Die Emsländer suchten eine Fläche, die an die 19 Hektar groß sein würde. In Ibbenbüren wurden sie fündig. Mittel- und langfristig sollen auf dieser Fläche eine Montagehalle, Blechbearbeitung und ein Produktionslager hinzukommen. Die Möglichkeit auf diese Art zu wachsen freut auch den GTS-Geschäftsführer Jochen Roling: "Jeder Bereich wird in sich eigenständig wachsen können."

Fachkräfte gesucht!

Mit dem neuen Produktionsstandort kommen auch neue Arbeitsplätze. "Die ersten Mitarbeiter haben wir schon eingestellt", sagt Bernard Krone. Es werden noch viele weitere folgen. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im ersten Schritt gesucht, insgesamt möchte Krone jedoch 400 Arbeitsplätze in der neuen Betriebsstätte beschäftigen. Zuletzt arbeiteten weltweit 5.000 Menschen für die Unternehmensgruppe. Doch der Fachkräftemangel macht sich auch bei Krone bemerkbar. Daher setzt das Unternehmen verstärkt auf die eigene Ausbildung und bietet Ausbildungsplätze über den eigenen Bedarf hinaus an. Auch die eigenen Mitarbeiter werden weiterqualifiziert. Mit Werksverträgen federt Krone Spitzen und Engpässe ab.

Derzeit seien in Spelle Zeitarbeiter aus Griechenland im Einsatz. Diese waren vorher bei der Meyer Werft beschäftigt und würden nun in der Montage eingesetzt. Als weitere Maßnahme dem Fachkräftemangel etwas entgegen zu setzen, investiert Krone in die Automatisierung.

  

Mit Material von NOZ
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