Teleskoplader lädt 3 Quaderballen Stroh in einen LKW.
Ellen Hartmann | am

Emsland: Spenden für Tiere von Hochwasseropfern

Im Emsland haben sich Landwirtinnen und Landwirte zusammengetan, um den Opfern der Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu helfen. Sie verladen gerade Heu und Stroh für die Tiere der Flutopfer.

Momentan ist auf dem Hof von Klaus Speller in Kluse im Emsland mächtig was los. Eigentlich geht's auf dem Betrieb um Hühner und Bioeier, doch Speller will den Opfern der Flutkatastrophe helfen und hat zwei Sattelzüge bestellt, die Stroh- und Heuballen in die Krisengebiete fahren sollen. 

120 Rundballen für Tiere der Hochwasseropfer

Bei den Futtermitteln handele es sich, so berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), gänzlich um Spenden landwirtschaftlicher Betriebe im Umkreis von rund 25 Kilometern um den Hof von Klaus Speller herum. Der 29-Jährige hatte die rund 120 Ballen mit Trecker und Wagen abgeholt und auf seinem Betrieb zwischengelagert. Gemeinsam mit seinem Kumpel Jan-Richard Wiels (23) aus Papenburg hat Speller die Aktion initiiert. Die beiden jungen Landwirte sind über die Organisation "Land schafft Verbindung" (LsV) gut vernetzt, um den Flutopfern zu helfen.

Bilder aus den Krisengebieten haben sich eingebrannt

Auch bei den Niedersachsen haben sich die Bilder aus den Katastrophen-Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eingebrannt. "Die Geschichten, die man hört und sieht, gehen einem durch Mark und Bein", erklärt Speller gegenüber der NOZ. Gerade die Situation der dortigen Landwirte sei extrem, da viele Tiere und Hof durch das Hochwasser verloren hätten. "Das tut einem in der Seele weh", so der Junglandwirt. Mit den Spenden wolle er wenigstens ein bisschen helfen, sagt er weiter. Heu, Stroh und weitere Futtermittel wie Heulage gingen jetzt an Pferdehöfe in den Überschwemmungsgebieten. Aber in die Sattelzüge packen Wiels, Speller und viele Helfer auch anderes Material, welches auf den Höfen dringend gebraucht werden könnte. Darunter Schaufeln, Besen, Schubkarren, Baustoffe, Zaunpfähle und Zaundraht. 

Landwirte rufen weiter zu Spenden auf

"Es geht im Grunde um die einfachsten Sachen, aber es fehlt da unten ja derzeit einfach an allem", macht Wiels deutlich. Er hat sich für die Aktion extra eine Woche Urlaub genommen und will sich am Wochenende selbst ein Bild vor Ort machen. Doch mit der Aktion soll noch nicht Schluss sein, die zwei Landwirte rufen nämlich weiter fleißig zu Sachspenden und Futtermittelspenden auf. Unterstützt werden sie auch von Wiels Mutter Franka, die sich um Getränke-, Essens- und Haushaltsspenden kümmert. Spenden nimmt auch der Maschinenring entgegen. 

Mit Material von NOZ
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