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Kristina Wienand | am

Nach Geflügelpestausbruch gilt Verbot der Wiedereinstallung für Puten

Nach dem Geflügelpestausbruch in Garrel müssen in mehreren Gemeinden im Kreis Cloppenburg die Ställe zunächst leer bleiben.

Um einen größeren Ausbruch der Geflügelpest im Raum Cloppenburg zu vermeiden, hat der Landkreis nun ein Wiedereinstallungsverbot für Geflügel eingerichtet.

Das Verbotsgebiet umfasst die Gemeinden Bösel, Garrel und Molbergen sowie die Stadtbereiche Cloppenburg und Friesoythe. Die entsprechende Allgemeinverfügung tritt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Kraft.

Das Wiedereinstallungsverbot beinhaltet, dass Geflügelbestände innerhalb der genannten Bereiche

  1. frühestens 30 Tage nach einer Entfernung des Geflügels aus dem jeweiligen Bestand oder der jeweiligen Vogelhaltung oder
     
  2. im Falle leerstehender Gebäude oder Einrichtungen zur Haltung von Vögeln frühestens 30 Tage nach Inkrafttreten dieser Allgemeinverfügung

    wieder belegt werden dürfen.

Der Landkreis weist - aufgrund der Nachfragen von Freilandhaltern - zudem daraufhin, dass in dem 10-km-Radius der Geflügelpest-Restriktionsgebiete (Schutzzone und Überwachungszone) mit Inkrafttreten der Allgemeinverfügungen grundsätzlich eine Aufstallungsanordnung für sämtliches Geflügel gilt.

Wohin mit den bestellten Küken?

Das nun geltende Verbot der Wiedereinstallung ist für Geflügelmäster problematisch, weil die Betriebe regelmäßig neue Küken bestellen und sie diese nun nicht einstallen dürfen.

Für die Betriebe bedeutet das einen Verdienstausfall oder -minderung und auch die Brütereien bekommen bei einem Rückstau womöglich Probleme mit der Platzkapazität.

Geflügelpest

30.000 Puten müssen getötet werden

Im Landkreis Cloppenburg war Anfang der Woche bekannt geworden, dass ein Betrieb mit 30.000 Puten betroffen ist. Es handelt sich um ca. 22.000 Putenhähne und ca. 8.000 Putenhennen, die rund 13 Wochen alt sind. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat den Ausbruch der hochpathogenen Aviären Influenza mit dem H5-Virus amtlich bestätigt. Die Tötung des Tierbestandes wurde angeordnet.

Um den betroffenen Betrieb in Garrel war zunächst eine Schutzzone mit einem Radius von 3 km und eine Überwachungszone mit einem Radius von 10 km eingerichtet worden.

19.000 Tiere im Landkreis Emsland betroffen

Der Landkreis Emsland teilte mit, dass das FLI den AI‐Verdachtsfall in einer Putenhaltung in der Gemeinde Twist bestätigt hat. Es handelt sich um den Geflügelpest‐Subtyp H5N1. Betroffen ist ein Tierbestand mit ca. 19.000 Putenhähnen im Alter von rund 11 Wochen.

Auch hier wird um den Ausbruchsbetrieb eine Schutzzone mit einem Radius von 3 km und eine Überwachungszone mit einem Radius von 10 km eingerichtet. 

Mit Material von Landkreis Cloppenburg, Niedersächsische Geflügelwirtschaft Landesverband (NGW)
Geflügelpest

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