Nutria
Christel Grommel | am

Neozoen Nutria gefährden die Deichsicherheit

Die Nutria gehören zu den Neozoen - eingewanderten Arten - die sich stark ausbreiten konnten. Sie verursachen erhebliche Schäden an Ufervegetationen von Flüssen und Deichen.

Bei Veränderungen in der Natur geht es nicht immer nur um Artensterben. Es gibt auch Arten, deren Verbreitung kritisch gesehen wird. Bei den Tieren zählen zu diesen Arten die Neozoen. Begünstigt durch den Menschen sowie dank ihrer großen Anpassungsfähigkeit und hohen Fortpflanzungsrate können sich diese schnell ausbreiten. 

Auch die Nutria zählen zu den Neozoen, genauso wie Marderhund und Waschbär. Die Nutria nehmen so stark zu, dass das Land bereits Maßnahmenpläne entwickelt hat, um diese Art wieder einzudämmen. Denn Nutria verursachen erhebliche Schäden an Ufervegetationen. Flüsse und Deiche sind betroffen. 

In jüngster Vergangenheit haben sich die Nutria massiv vermehrt, wie sich aus dem rasanten Anstieg der Jagdstrecke seit 2015/16 bis 2018/19 ablesen lässt. Diese hat sich auf aktuell mehr als 30.000 Tiere verdreifacht. Die höchsten Nutriastrecken weist das Emsland mit mehr als 7.000 Tieren auf, der Landkreis Cloppenburg hat mehr als 3.000 Nutria und Osnabrück knapp unter 3.000. 

Die Neozoen Waschbär und Marderhund haben sich ebenfalls stark in Niedersachsen ausgebreitet. Mehr als 15.000 Waschbären meldete die Jagdstrecke, der Marderhund kommt auf fast 3.500 Tiere in 2018/19. Beide Arten gefährden durch räuberisches Verhalten Singvögel, Niederwild und andere Kleintiere. 

Mit Material von Landvolk Niedersachsen

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