Ein Mann arbeitet an einem Baum
Anne-Maria Revermann | am

Niedersachsen wappnet sich gegen den Eichenprozessionsspinner

Die ersten Kommunen haben in diesem Frühjahr wieder damit begonnen, Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner zu ergreifen.

Menschen und Tiere leiden unter der haarigen Raupe, denn die feinen Haare des Eichenprozessionsspinners können Hautirritationen, Augenreizungen und Atembeschwerden auslösen.

Im Westen Niedersachsens in Nordhorn, Grafschaft Bentheim, etwa wurden in den vergangenen Wochen 200 spezielle Baumringfallen an Eichen angebracht. In einigen Kommunen seien in diesem Jahr schon erste Raupen gesehen worden, sagt der Sprecher der Stadt. Nordhorn setze vorrangig auf das Absaugen der Nester und der Raupen nach ihrer Verpuppung. Das sei die wirkungsvollste Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung.

Raupen-Brennpunkte: Emsland und die Grafschaft

Die Baumringfallen seien zu Testzwecken angeschafft worden, denn die Wirkung sei unter Fachleuten umstritten. Damit sollen die Raupen direkt nach dem Schlüpfen gefangen werden.

Auch sollen die natürlichen Fressfeinde der Raupen durch ökologische Maßnahmen gestärkt werden. Hierfür wurden beispielsweise 100 Nistkästen beschafft, die an die Bevölkerung herausgegeben werden. Biozide oder Giftstoffe sollen in Nordhorn aber nicht zum Einsatz kommen, betonte der Stadtsprecher.

Anders sieht es im Nachbarlandkreis Emsland aus. In Lingen etwa sollen die giftigen Raupen in der Nähe von Schulen und Kitas mit einem Biozid behandelt werden. Im Emsland hatte der Umweltausschuss vor einem Monat beschlossen, an Orten mit erhöhtem Gefährdungspotenzial solche Biozide zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners einzusetzen. In Nordhorn war im vergangenen Jahr praktisch jede Eiche von der Raupe befallen.

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