Wir zeigen Flagge - Ferienhöfe machen Corona-Aktion
Ferienhöfe zeigen Flagge
Wir zeigen Flagge - Kühe auf Wiese, dahinter bunte Flagge
Ferienhof: Wir zeigen Flagge
Wir zeigen Flagge - Ferienhöfe machen mit Flaggen auf Corona-Notlage aufmerksam
Aktion Wir zeigen Flagge - Ferienhöfe in Not
Katja Schukies | am

Ferienhöfe in Niedersachsen fordern Unterstützung

Sechs Monate lang waren die touristischen Betriebe geschlossen, vielen steht das Wasser bis zum Hals. Sie dürfen zwar seit Anfang der Woche wieder öffnen, doch die entsprechende Verordnung wirft viele Fragen auf und weckt bei Hoteliers und Ferienhofbetreibern Zweifel an der Umsetzbarkeit und Sinnhaftigkeit der Regelungen.

Daher haben sich 20 Verbände, Organisationen und Interessenvertretungen zu dem Aktionsbündnis "Wir zeigen Flagge" zusammengeschlossen, um den Tourismus-Anbietern in Niedersachsen Gehör zu verschaffen.

"Die stufenweise Öffnung des niedersächsischen Tourismus ist ein Schritt in die richtige Richtung, es mangelt aber im Detail an Umsetzbarkeit und Klarheit", sagte Ulrich von dem Bruch, Sprecher des Aktionsbündnisses und Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH.

Insbesondere, dass nur Gäste aus Niedersachsen empfangen werden dürfen, sei völlig realitätsfern. Immerhin wurde die Forderung nach täglichen Tests für die Gäste abgemildert – in einen Test bei Ankunft und mindestens zwei pro Woche. Ministerpräsident Stephan Weil zeigt Verständnis, verwies jedoch darauf, dass immer noch Pandemie-Bedingungen herrschen.

Im ländlichen Raum werden nur wenig Betriebe unterstützt

Das ist besonders bitter für die Ferienhofbetreiber und -betreiberinnen, wie Martina Warnken, Vorsitzende der LandTouristik Niedersachsen e.V., schildert. Denn viele Höfe mussten ihren Gästen aus anderen Bundesländern absagen. Dabei tue Eile nicht nur bei der Wiederbelebung des Geschäfts Not.

"Wir fordern mehr Gerechtigkeit bei den Finanzhilfen. Obwohl 65 Prozent aller Übernachtungen auf den ländlichen Raum entfallen, werden dort nur wenige Betriebe unterstützt. Private und landwirtschaftliche Vermieter von Ferienunterkünften, Reiterhöfe, Heuhotels und Hofcafés fallen komplett durchs Raster", erklärt sie gegenüber LAND & FORST.

Denn bei diesen Einkommenskombinationen reichen die Einnahmen aus der Landwirtschaft häufig nicht aus, um das Familieneinkommen zu sichern. Das jedoch wolle die Politik nicht sehen. Nach der Pressekonferenz habe der Ministerpräsident ihr mitgeteilt, dass die landtouristischen Betriebe mit Landwirtschaft auch bei dem Härtefallfonds nicht berücksichtigt werden. "Das ist für uns wie ein Schlag ins Gesicht", sagt Martina Warnken.

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