Mann und Frau testen Maschine auf Acker
Christel Grommel | am

Hannover: Niedersachsen sucht Agrarinnovationen

Die Europäische Innovationspartnerschaft Agrar startet ihren vierten Aufruf für Projektideen. Mit Hilfe dieses Entwicklungsprogramms sollen innovative Ideen praktisch erprobt werden.

Kurz heißt die Fördermaßnahme EIP Agri - die Europäische Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“.

Worum geht es dabei? Mit Hilfe dieser Maßnahme des Ländlichen Entwicklungsprogramms sollen innovative Ideen in der Praxis getestet werden, die von landwirtschaftlichen Betrieben, Forschungseinrichtungen oder Beratungsinstitutionen entwickelt werden.

Eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Akteuren in einer "operationellen Gruppe" soll den Innovationstransfer in die Landwirtschaft verbessern. Damit soll ein wichtiger Beitrag für die Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen geleistet werden, in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wirtschaften sowie Tierschutz.

Angesprochen sind Landwirte, Hochschulen und Beratungsfirmen - alle Akteure, die Innovationen in die Landwirtschaft tragen können. 

Bereits 40 Projekte bewilligt

Bisher ist die von der EU und vom Land Niedersachsen geförderte Maßnahme ein voller Erfolg: Im Rahmen der ersten drei Projektaufrufe sind bereits 40 innovative Projekte in Niedersachsen bewilligt worden.

Bei den Projekten ging es um verschiedenste innovative Ansätze:

  • Bedarfsgerechtere Düngung und Bewässerung von Feldfrüchten
  • Die Erprobung nicht-chemischer Verfahren zur Unkrautregulierung
  • Konzepte zur Tierwohlverbesserung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), neuronaler Netze und Big Data

Für die vierte Runde stehen nun fünf Millionen Fördergelder zur Verfügung. Die maximale Fördersumme liegt bei 500.000 Euro. Damit könnten mindestens zehn Projekte an den Start gebracht werden.

Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast äußerte sich positiv: "Wir brauchen in Niedersachsen Menschen, die unsere Landwirtschaft weiterdenken und kreativ sowie couragiert voranschreiten. Von ihrer Forschung und Entwicklung hängt die Überlebensfähigkeit unseres Agrarsektors maßgeblich ab. Das Instrument EIP Agri hat sich dabei als wichtiger Katalysator bewährt, den wir gerne nutzen."

Rahmenbedingungen

Die eingereichten Projekte müssen wegen des Endes der aktuellen Förderperiode bis spätestens zum 30. April 2024 abgeschlossen sein. Die Projektskizzen können bis zum 19. Juni 2020 bei der Landwirtschaftskammer (LWK) eingereicht werden.

Der Projektaufruf ist grundsätzlich themenoffen, es gibt jedoch thematische Schwerpunkte, die in der niedersächsischen Landwirtschaft besonders wichtig sind - beispielsweise Nährstoffmanagement oder nachhaltigere Produktionssysteme im Pflanzenbau. 

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier bei der LWK Niedersachsen, außerdem auf der Seite des Netzwerks EIP.

Mit Material von ML

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  • Agrarpolitik: Klöckner fordert bessere Tierhaltung
  • Betrieb: Initiative Tierwohl - Anmeldung für die dritte Runde
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