Brautpaar mit Mund-Nasen-Schutz auf Bank
Christel Grommel | am

Heiraten und Corona in Niedersachsen

Am Strand, mit Alpakas, im Schnee: Wer zur Zeit in Niedersachsen heiraten möchte, muss aufgrund von Corona schon kreativ werden.

Viele Paare haben ihre Hochzeit schon abgesagt oder verschoben, weil Heiraten in der Corona-Krise nicht leicht ist und große Einschnitte bei den Feiern mit sich bringt. Was vor Corona als normal galt, geht jetzt nicht: Ein großer Kreis von Gästen, Trauung mit Familie und Freunden. Die Lust auf eine Feier mit Einschränkungen ist bei den meisten Paaren nicht so hoch. 

Trauungen und Feiern können aber trotzdem unvergesslich sein, wenn man etwas Kreativität und Flexibilität mitbringt. 

Die Hochzeitsplanerin Janine Tameling bietet beispielsweise für den Sommer freie Trauungen auf einem Alpaka-Gestüt bei Hannover an. Anwesend sind dann nur das Brautpaar und zwei Trauzeugen. Tameling berichtet, dass auch das Thema Winterhochzeit an Bedeutung gewinne. Viele Paare wollten ihre Hochzeit im Herbst und Winter nachholen, sagte sie. Eine Hochzeit habe sie schon einmal in traumhaft verschneiter Kulisse im Harz gehabt. 

Heiraten am Strand

Auch am Strand lässt sich wunderschön im Freien heiraten. Hier ist der große Vorteil, dass die Abstandsregeln leicht einzuhalten sind. Auf Juist sind Strandhochzeiten in der Abenddämmerung möglich. Das ist eine ganz besonders romantische Atmosphäre. 

Wer doch nicht auf seine Gäste verzichten will, kann auf Schloss Marienburg bei Hannover wieder Feiern im mittelgroßen Rahmen veranstalten. Auch dabei gibt es Regeln. Maximal 50 Personen, Menüs statt Buffet - und leider darf nicht getanzt werden. Die Trauungen selbst seien mit maximal zehn Personen möglich.

Auf Schloss Bückeburg sind standesamtliche Trauungen mit 15 Personen erlaubt - aber mit Abständen und Masken. 50 erlaubte Teilnehmer bei der Feier seien hier kaum umzusetzen, sagte die zuständige Mitarbeiterin. An einem Tisch dürften nur Personen aus zwei Haushalten sitzen, dann seien die Abstände der einzelnen Tische einzuhalten und es gebe aufwendige Hygienemaßnahmen.

Viele Trauungen wurden jedoch auch abgesagt oder verschoben, berichten die Standesämter. Für viele Hochzeitsdienstleister ist das eine mehr als schwierige Situation. 

Mit Material von dpa

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