Renaturierungsarbeiten im Moor
Laura Schneider | am

Northeim: Landesforsten renaturieren weiteres Moor im Solling

Im Friedrichshäuer Bruch hat die Renaturierung eines weiteren Waldmoores begonnen. Bis Ende 2022 soll die Fläche wieder vernässt sein.

Die Landesforsten arbeiten derzeit an der Renaturierung eines weiteren Waldmoores im Solling. Im Friedrichshäuer Bruch fällen die Arbeiter derzeit Fichten, damit dort bald wieder Torfmoose wachsen können. Dazu sollen auch die alten Entwässerungsgräben verschlossen werden.

Ziel ist es, die 30 Hektar große Fläche bis Ende 2022 wieder zu vernässen, teilten die Landesforsten mit. Seit 2009 haben sie bereits mehrere in der Vergangenheit trocken gelegte Waldmoore im Solling renaturiert.

Intensive Nutzung bis ins 19. Jahrhundert

Die jahrtausendealten Waldmoore im Solling wurden bis Mitte des 19. Jahrhunderts intensiv genutzt. Mit dem Ende des Torfabbaus begann die Entwässerung. Gräben sorgten dafür, dass allmählich 1200 Hektar trocken fielen. Statt der ursprünglich vorhandenen Moorbirken, Zitterpappeln oder Ebereschen wurden auf den trockenen Böden Fichten gepflanzt. All dies machen die Landesforsten jetzt nach und nach wieder rückgängig.

Moore sind nicht nur ein Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Sie fungieren wie riesige Schwämme und können so auch helfen, den Wasserhaushalt einer Region zu regulieren. Zudem sind sie in der Lage, erhebliche Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid zu speichern.

Mit Material von dpa

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