Bundesvorsitzender Jan Hägerling sitzt auf einer Bank.
Corinna Mayer | am

Landjugend: Bundesvorsitzender Jan Hägerling über sein neues Amt

Der Landesvorsitzende der Niedersächsischen Landjugend, Jan Hägerling, wurde zum neuen Vorsitzenden des Bund der Deutschen Landjugend gewählt. Wir sprachen mit dem 24-Jährigen über seine Ziele und was er bewirken will.

Herzlichen Glückwunsch! Du bist zum neuer Bundesvorsitzenden des Bundes der Deutschen Landjugend e.V. (BDL). Wie fühlt sich das an?

Hägerling: Nicht anders als vorher. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir digital gewählt haben und ich das jetzt erst mal für mich registrieren muss, nun auch Bundesvorsitzender sein zu dürfen.

Du hast eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann absolviert und studierst nun BWL. Ist das eine typische Vita für einen Vorsitzenden des BDL? Ich hätte eher einen landwirtschaftlichen Werdegang vermutet…

Hägerling: Die Frage höre ich öfter. (grinsend) Bei uns darf und kann jeder Vorsitzender oder Vorsitzende werden. Wir sind in Niedersachsen und beim BDL seit über 70 Jahren an der Verbandsspitze paritätisch besetzt. Bei noch gut 20 Prozent unserer Mitglieder, die aus der Landwirtschaft kommen, ist meine Chance als Kaufmann, Vorsitzender zu werden, nicht ungewöhnlich.

Was verändert sich jetzt für dich? Wie oft geht es nach Berlin? Wirst du noch Ansprechpartner bei der NLJ für deinen Bezirk Lüneburg bleiben?

Hägerling: So genau kann ich das noch gar nicht sagen. Ich werde jetzt erst mal viel von zu Hause aus arbeiten und kann so gut NLJ und BDL unter einen Hut bekommen. Nach Berlin wird es in Zukunft öfter gehen. Zwei, drei Tage können mitunter in der Woche normal werden. Alle 14 Tage, wenn wieder etwas mehr Normalität eintritt, werde ich wohl spätestens nach Berlin reisen. Dabei will ich für meinen Bezirk Lüneburg weiterhin Ansprechpartner sein. Ich bin ja zum Glück nicht allein und habe Marten an meiner Seite im Bezirk. Landjugend bedeutet immer Teamarbeit und ich weiß, dass ich auf ein starkes Team zählen kann, das hinter mir steht.

Unsere Landjugendgruppen, unsere Basis, sind mir wichtig. Das wird sich in Zukunft zeigen, ob es mir gelingt, dem gerecht zu werden.

Was möchtest du in deinem neuen Amt bewirken? Was sind die konkreten nächsten Ziele? Was möchtest du vielleicht für die NLJ bewirken?

Hägerling: Ich möchte den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ermutigen, über den eigenen Tellerrand zu gucken. Die Landjugend nach innen und außen in Fragen der Kommunikation stärken.

Die Bundestagswahl im kommenden Jahr aber auch die Kommunalwahlen in Niedersachen wollen wir aktiv bespielen. Unsere Wahlforderungen an die Bundespolitik wollen wir einfordern und in Niedersachsen möchte ich ermutigen, sich für die Kommunalwahlen aufzustellen. Junge Gesichter und Erfahrung der älteren Generationen sind für mich der Schlüssel für die optimale Mitgestaltung unserer Zukunft im ländlichen Raum.

Drei Sachen, die der ländliche Raum dringend benötigt, damit er attraktiv für junge Menschen bleibt?

Hägerling: Breitbandausbau, Wohnraum, Arbeit. Kurz und knapp. Dazu benötigt es breite politische Aufmerksamkeit, Chancengleichheit für Stadt und Land, Planungssicherheit gerade in der Landwirtschaft.

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