Blühstreifen am Getreidefeld
Christel Grommel | am

Landvolk fordert Anpassung der ELER-Förderung

Das Landvolk warnt vor weiteren Einschränkungen für die Landwirte bei der ELER-Förderung und fordert eine Anpassung.

In einem Schreiben an das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung (MB) hat der Landesbauernverband ausführlich auf die bereits bestehenden zahlreichen Einschränkungen, zum Beispiel beim Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln oder bei der Bodenbearbeitung, hingewiesen. Diese stellen die betroffenen Betriebe vor wirtschaftliche und finanzielle Herausforderungen und erschweren nach Einschätzung des Landvolks die Möglichkeit, weitere Flächen für die Ziele des Natur- und Klimaschutzes zu extensivieren oder gar aus der Nutzung zu nehmen.

Freiwillige Maßnahmen richtig einbinden

Grundsätzlich befürworte das Landvolk den Ansatz der Landesregierung, den Ausbau der freiwilligen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) zu fördern. Schon jetzt sei das Engagement bei vielen landwirtschaftlichen Betrieben groß. 

"Allerdings haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche Bodennutzung auf Länder-, Bundes- und EU-Ebene zuletzt nochmals deutlich verschärft – zum Nachteil einer produktiven Nutzung bestimmter Flächen und Gebiete. Das bereitet auf unseren Höfen sehr große Probleme", so Landvolk-Vizepräsident Manfred Tannen. 

Bei der künftigen Ausgestaltung müsse es daher darum gehen, die AUKM passend einzufügen in ein Gesamtgebilde aus: 

  • deutlich angehobenen Mindestverpflichtungen (Konditionalität),
  • weiteren freiwilligen Ökoregelungen in der ersten Säule (Eco-Schemes) und
  • den geänderten nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen (zum Beispiel durch den Niedersächsischen Weg oder das Aktionsprogramm Insektenschutz).

Das schlägt das Landvolk vor

Der Verband schlägt einige Veränderungen bzw. Ergänzungen der AUKM-Auswahl vor. Dazu gehören: 

  • Ergänzungs- bzw. Aufstockungssystem für die Anlage von Blühstreifen in der zweiten Säule in Form eines "Baukastensystems"
  • Erweiterung des Angebots der Gewässerschutzstreifen auch für Dauergrünland, zusätzliche Leistung einer ökologischen Aufwertung durch eine zusätzliche Aushagerungspflicht und/oder der Förderung von Neueinsaaten mit speziellen artenreichen Gräser- und Kräutermischungen
  • Schutzmaßnahmen für Vögel in der Agrarlandschaft: Zusätzliche Maßnahme einer Neuansaat artenreicher Kräuter-/Leguminosen-/Gräsermischungen für Dauergrünlandteilflächen mitsamt der entsprechenden Pflege

Den letzten Punkt ergänzte Manfred Tannen abschließend: "In jedem Fall erwarten wir, dass die Maßnahmen, wie im Niedersächsischen Weg vereinbart, durch ein deutlich ambitioniertes, landeseigenes Wiesenvogelschutzprogramm ergänzt werden."

Mit Material von LPD
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