örn Ehlers: „Wir begrüßen den Änderungsantrag der Fraktionen von SPD und CDU sehr. Wir erkennen dies als einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einem zukünftigen aktiven Wolfsmanagement an“.
Ellen Hartmann | am

Landvolk plädiert für Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht

Das Landvolk Niedersachsen hat sich in der gestrigen (27. Oktober) Anhörung im Landwirtschaftsausschuss des Landtages zur Novelle des Niedersächsischen Jagdrechts erneut dafür ausgesprochen, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen.

"Wir begrüßen den Änderungsantrag der Fraktionen von SPD und CDU sehr", so Jörn Ehlers, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen. "Wir erkennen dies als einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einem zukünftigen aktiven Wolfsmanagement an." 

Landvolk fordert Abschüsse bei artenschutzrechtlichen Ausnahmen

Weiter heißt es von Ehlers: "Die vorgeschlagenen Regelungen berücksichtigen den aktuell geltenden Rahmen des strengen Artenschutzes aus dem Bundesnaturschutzgesetz und der FFH-Richtlinie und geben gleichzeitig den Revierinhabern und Jagdausübungsberechtigten zusätzliche Rechtssicherheit und -klarheit. Im Zusammenspiel mit der bereits geltenden Niedersächsischen Wolfsverordnung ist zu hoffen, dass Abschüsse bei vorliegenden artenschutzrechtlichen Ausnahmen zukünftig zügig und zielgerichtet gelingen können."

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Berlin und Brüssel müssen Gefahr um den Wolf neu bewerten

Aufgrund der in Niedersachsen immer weiter wachsenden Wolfspopulation und damit verbundener Konflikte mit der Weidetierhaltung setze sich das Landvolk Niedersachsen gemeinsam mit Tierhalter- und Zuchtverbänden sowie weiteren Vereinigungen aus dem ländlichen Raum im "Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement" für einen Rechtsrahmen ein, der eine Bestandsregulierung durch jagdliche Mittel ermöglicht. "Die Landespolitik in Niedersachsen hat in den zurück liegenden Jahren im Großen und Ganzen in Sachen Wolf ihre Hausaufgaben gemacht", sagt Ehlers. "Es ist nun dringend Zeit, dass in Berlin und in Brüssel die Situation rund um den Wolf neu bewertet wird."

Rund 1.500 Wölfe leben in Deutschland

Zusätzlich fordert der Landvolk-Vize: "Wir brauchen eine ganz andere Unterstützung betroffener Tierhalter bei Prävention und nach Übergriffen – und endlich die Möglichkeit, die Bestände durch Bejagung zu regulieren. Hier sehen wir einen klaren Auftrag für eine zukünftige Bundesregierung, andere Wege als bisher einzuschlagen." In Niedersachsen leben derzeit 39 Wolfsrudel, zu denen rund 400 Wölfen zählen. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 128 Rudel, 38 Wolfspaare und 9 Einzeltiere dokumentiert. Damit liegt die Gesamtpopulation in Deutschland bei etwa 1.500 Tieren. 

Mit Material von LPD
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