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Traktor sät Mais aus.
Traktor und Mais-Drillmaschine
Traktor sät Mais aus.
Karl Gerd Harms, LWK Niedersachsen | am

Was der Mais zur Aussaat braucht

Mit dem Ansteigen der Temperaturen beginnt in Niedersachsen die Maisaussaat. Allerdings werden die Spielräume, vor allem in der Stickstoffdüngung, immer enger. Es gilt, eine hohe Nährstoffeffizienz zu erreichen.

Der betriebliche Düngebedarf darf gemäß Düngeverordnung nicht überschritten werden. Eine Umverteilung zwischen den Kulturen ist auf vielen Betrieben jedoch nur in begrenztem Umfang möglich und sinnvoll. Mais kann den bodenbürtigen Stickstoff, der durch Mineralisation über Sommer im Boden freigesetzt wird, sehr gut nutzen und reagiert mit geringeren Ertragsverlusten auf eine reduzierte Düngung als viele andere Kulturen. Somit kann Mais gut zu einer Steigerung der betrieblichen Nährstoffeffizienz beitragen.

Auch an die Kalkung denken

Wichtig für die Verbesserung der Ertragsfähigkeit des jeweiligen Standortes ist auch der pH-Wert des Bodens. Wurde die Kalkung in den letzten Jahren vernachlässigt, ist die Nährstoffverfügbarkeit im Boden eingeschränkt, wodurch der Ertrag und die Nährstoffeffizienz begrenzt werden. Ein Blick in die aktuellen Bodenuntersuchungsergebnisse zeigt hier, ob Handlungsbedarf besteht. Das Frühjahr bietet einen günstigen Zeitpunkt für eine Kalkung. 

In den Mulch säen:

Eine weitere Möglichkeit, die Bodenwasserreserven zu schonen, stellt die reduzierte Bodenbearbeitung dar. Auch hierbei ist stets auf eine gute Rückverfestigung zu achten, da nur so die unproduktive Verdunstung aus dem Boden auf niedrigem Niveau gehalten werden kann. Im Idealfall kann mit entsprechenden Geräten so in einer Überfahrt die organische Grunddüngung auf Basis von Mist oder Gülle eingearbeitet und das Saatbett für den Mais geschaffen werden. Am wassersparendsten ist die Streifenbearbeitung (Striptill), da hierbei nicht die gesamte Fläche gelockert wird. Besonders nach der Vornutzung von Gras, Grünroggen oder Getreide-GPS ermöglicht dieses Verfahren eine sehr wassersparende Saatbettbereitung. In Kombination mit der Gülleinjektion kann mit Streifenbearbeitung in einer Überfahrt die Fläche saatfertig gemacht werden.

Das Fazit:

  • Wirtschaftsdünger erreichen höchste Nährstoffeffizienz durch Anwendung als Unterfußdünger, gleichzeitig belasten keine Mineraldünger die Nährstoffbilanzen.
  • Bei der Düngeplanung auch an Kalkung denken.
  • Die Maisaussaat sollte in eine Schönwetterphase hinein erfolgen, um hohe Auflaufrate zu gewährleisten.
  • Höchste Erträge werden durch Einzelkornablage in Engsaat erzielt.
Mit Material von LWK Niedersachsen
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