Fontäne in den Herrenhäuser Gärten
Christel Grommel | am

Mehr Besucher in Niedersachsens Parks

Parks bieten eine kleine Auszeit vom Alltag, kosten nicht viel oder nichts und sind schnell zu erreichen. Besonders während der Pandemie waren die Parks wichtig für die Menschen.

Die Herrenhäuser Gärten in der Landeshauptstadt Hannover gehören zu den bekanntesten historischen Gärten in Europa. Bei der Wiedereröffnung nach der Corona-Pause kamen zunächst fast nur Gäste aus Hannover, inzwischen sind auch wieder Besucher aus dem restlichen Niedersachsen da, aus ganz Deutschland und dem Ausland. Der Anteil der Gäste aus Hannover liegt aber weiterhin höher als in den Jahren davor. Im Mai waren mehr als 50.000 Gäste in beiden Gärten, im Juli kletterte die Zahl auf mehr als 70.000, sagte ein Stadtsprecher. Der Verkauf der Jahreskarten nahm um zehn Prozent zu. 

Der Park der Gärten in Bad Zwischenahn verzeichnete zunächst verhaltene Besucherzahlen. Die Veranstaltung "Illumination Spezial 2020" ziehe aber in den Abendstunden viele Gäste in den Park. Damit habe der Park "Glück im Unglück". Allerdings macht die Trockenheit den Parkmitarbeitern zu schaffen: Eine Bewässerung der 14 Hektar sei sehr aufwendig und fast nicht zu schaffen.

Der Schlosspark Lütetsburg im nördlichen Ostfriesland wurde während des Lockdown im März nicht geschlossen. Für ein paar Wochen mussten Besucher keinen Eintritt zahlen. "In der schwierigen Phase im März, als wir alle nicht wussten, wo das hingeht, haben wir das Tor weit aufgemacht und auch eingeladen zum Corona-Erlebnisspaziergang für die Leute, die keinen eigenen Garten haben", sagt ein Mitarbeiter der Parkverwaltung. Mit der ersten Reiseöffnung im Mai seien wieder viele Gäste aus Nordrhein-Westfalen in den Park gekommen. Auch hier leidet der Park unter der Trockenheit, die Trockenbrüche bei den Bäumen hätten zugenommen.

Botanische Gärten

Im Schlossgarten Oldenburg ist das Besucherinteresse laut der Parkchefin schon seit drei oder vier Jahren gestiegen. Im benachbarten Eversten Holz wird viel Sport im Freien gemacht, seit Beginn der Pandemie würden noch mehr Kurse im Freien stattfinden. Auch hier macht die Trockenheit der Vegetation und den Gärtnern sehr zu schaffen: "Der Grundwasserstand ist schon so weit gesunken, dass wir das fast gar nicht mehr durch Wässern auffangen können."

Der Botanische Garten in Göttingen kann leider noch nicht wieder geöffnet werden. Zur Zeit wird aber daran gearbeitet, wenigstens die Freiflächen mit entsprechendem Hygienekonzept zu öffnen. Es gab viele Anfragen, wann wieder geöffnet werde - der Botanische Garten ist sehr beliebt und hat 80.000 bis 100.000 Besucher im Jahr. 

Immerhin teilweise geöffnet ist der Botanische Garten der Universität Osnabrück. Seit dem 1. August können Besucher hier wieder Pflanzen bestaunen, mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Die Mitarbeiter haben ein Auge auf die Einhaltung der Abstandsregeln, bisher habe es aber damit noch keine Probleme gegeben. Die Gewächshäuser sind jedoch nicht für Besucher geöffnet.

Mit Material von dpa

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