Ein Fasan flattert auf einem Feld
Anne-Maria Revermann | am

Mehr Fasane in Niedersachsen

Warmes Wetter und viele Mäuse haben sich positiv auf die Zahl der Fasane in Niedersachsen ausgewirkt. Trotzdem sind Veränderungen nötig, sagen Experten.

Die Zahl der Fasane in Niedersachsen ist in den letzten zwei Jahren leicht gestiegen, sagen Wildbiologen. Den Wildvögeln gehe es etwas besser als in den Vorjahren. Grund dafür seien das warme Wetter sowie ein ausreichendes Futterangebot.

Allerdings sagen die Experten auch: Damit Fasane auch langfristig gute Lebensbedingungen haben, sind Veränderungen nötig.

Keine Jagd von Greifvögeln auf Fasanenküken

Entscheidend für die Fasane sei, dass in der Agrarlandschaft viele Blühstreifen und -flächen vorhanden seien, die Lebensraum für die Wildtiere seien, so Experten.

Aus Sicht der Wissenschaftler ist ein Grund für die positive Entwicklung des Fasanenbestands das trockene und warme Wetter. Bei nasskalter Witterung werden Küken krankheitsanfälliger und haben schlechtere Überlebenschancen.

Positiv habe sich wahrscheinlich auch die hohe Zahl an Mäusen ausgewirkt. Es ist davon auszugehen, dass Greifvögel dadurch ein großes Nahrungsangebot hatten und mitunter keine Jagd mehr auf Fasanenküken machten.
 

Unterernährte Küken

Der Fasanenbestand war im Jahr 2008 deutlich eingebrochen und in den Folgejahren weiter gesunken. Wissenschaftler fanden heraus, dass sich Fasanenhennen mit ihren Küken in der Mitte von Getreidefeldern aufhalten, wo die Jungtiere oft nicht genug Futter finden.

Denn in den ersten Wochen brauchen die Küken tierisches Eiweiß, sie fressen vor allem Insekten, deren Larven und Puppen. Unterernährte Tiere sind weniger abwehrstark gegen Krankheitserreger, ihre Überlebenschance sinkt.

Aktuell wird untersucht, wie die Landschaft aufgewertet werden muss, um die Lebensbedingungen für Fasane und anderes Niederwild dauerhaft zu verbessern. Wenn es ein Problem in der Ernährungssituation des Fasans gebe, würde das auch andere Agrarvögel betreffen.

Mit Material von dpa

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