Ein Feldhase hoppelt über ein Feld

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Janina Schuster | am

Wieder mehr Feldhasen in Niedersachsen

Der Aufwärtstrend gibt Anlass zur Freude: der Feldhase kommt langsam aber stetig zurück und erobert Flur und Felder.

Die Zählung für 2020 ergab, dass pro Quadratkilometer 13 Feldhasen leben. Das sei einer mehr als noch 2019, teilte die Landesjägerschaft Niedersachsen mit. Ein erfreulicher Trend, wenn man bedenkt, dass der Feldhase auf der roten Liste der gefährdeten Tierarten steht. Seit etwa zehn Jahren jedoch stabilisieren sich die Bestandszahlen auf einem niedrigen Niveau. 

Unterschiedliche Zählweisen, doch Ergebnis bleibt gleich

Je nach Zählweise gibt es unterschiedliche Angaben zur Bestandsdichte, doch das Ergebnis bleibt gleich: der Aufwärtstrend ist vorhanden. Bei seiner Auswertung kam der LJN auf 13 Hasen, der Deute Jägerverband bezifferte 18 Tiere (plus 2) pro Quadratmeter für den Großraum Nordwestdeutsche Tiefebene. Diese reicht von der dänischen Grenze bis ins nördliche Rheinland. Ausgewertet wurden offene Flächen, auf denen Hasen meist leben. 

Warmes und trockenes Frühjahr begünstigt den Trend

Der LJN vermutet, dass den Tieren das warme und trockene Frühjahr zu Gute kam. Die ersten Junghasen werden zur Osterzeit geboren. "Auch und gerade für den Feldhasen gilt: Ein warmes und trockenes Frühjahr wirkt positiv - nasskaltes Wetter zu dieser Jahreszeit setzt insbesondere den Junghasen erheblich zu", erklärt LJN-Wildbiologe Egbert Strauß. Allerdings sei dies nicht der einzige Faktor. Feldhasen benötigen Rückzugsorte, also Hecken und Randstreifen an den Feldern.

"Strukturgebende Landschaftselemente mit nahrhaften Wildkräutern und Gräsern sowie ausreichend Rückzugsmöglichkeiten sind für den Feldhasen das A und O", so Strauß weiter. Diese Bedingungen zu schaffen und zu erhalten, gehört auch zur Aufgabe der Jägerschaft. Mit dem Anlegen von naturnahen Strukturen wie Grabenrändern, Feldrainen, Hecken und Gehölzen sowie Blühstreifen mit wertvollen Wildkräutern, wird ein Habitat geschaffen, das dem Feldhasen die nötigen Grundvoraussetzungen liefert. Auch die Bejagung von Fressfeinden gehört zum Artenschutz dazu und wird durch die Revierjäger abgedeckt.

Im Frühjahr und Herbst wird gezählt

Zwei Zählungen werden jährlich angesetzt: im Frühjahr und im Herbst. Dazwischen werden die Zuwächse registriert. Mit rund 17 % war der höchste Anstieg in der Region Dümmer/Osnabrücker Land. Aber auch in den anderen vier Naturräumen Ostfriesland/Oldenburg, Stader Geest/Heide, Börde/Aller Flachland und Weserbergland/Harz konnten mehr Feldhasen gezählt werden. Der Zuwachs in Niedersachsen lag zwischen den beiden Erfassungen bei rund 13 %.

Mit Material von dpa
Hochstuhl bei Sonnenuntergang, Jagd

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