Hausfrau saugt genervt Staub.
Corinna Mayer | am

Modernes Heinzelmännchen

Füße hoch und andere arbeiten lassen: Mit einem kleinen Gerät, einem Saug-Wisch-Roboter, wird dieser Traum Wirklichkeit.

Wer mag schon wischen? Oder staubsaugen? Das sind bei mir wirklich die Endgegner-Aufgaben. Eher wird der Abwasch erledigt, das Bad geputzt, die Wäsche gewaschen. Aber saugen und wischen finde ich einfach nervig. Wahrscheinlich auch, weil man es ständig machen kann. Immer fallen Krümel vom Essen auf den Boden, dann läuft der Nächste mit schmutzigen Schuhen durch den Flur.

Putziger Flitzer

Somit war ich froh, als wir uns überlegt haben, einen Saug-Wisch-Roboter zu kaufen. Doch welchen? Ab 150 Euro bis ordentlich Kohle gibt es Angebote, wir haben uns für eine gute Mittelklasse entschieden und sind gefühlt im Paradies angekommen - der Robo arbeitet und wir relaxen.

Steuerung mit einer App

Bevor man mit Knopfdruck oder per App auf dem Smartphone das Go gibt, sollten natürlich alle Gegenstände, die so rumliegen, weggeräumt werden. Dann geht's los: Nachdem der Roboter den Raum mit seinen 13 Laser-Distanz-Sensoren erfasst hat, wischt oder saugt er planvoll in parallelen Linien. Per App kann man auswählen, was man wünscht, es gibt vier verschiedene Leistungsstufen. 150 Minuten schafft der kleine Heinzelmann am Stück, dann muss er zurück zur Ladestation und braucht 240 Minuten, um wieder volle Power zu erreichen. Praktisch ist auch, dass man per App „No-Go-Areas“ definieren kann, also Räume oder Bereiche, wo er nicht hinfahren soll. 

Achtung bei Teppichen

Digitalisierung-Erfahrungsbericht-Saug-Wisch-Roboter

Wichtig: Der Roboter unterscheidet nicht zwischen saugen oder wischen. Das wird nur durch das Anhängen des Wassertanks mit Wischtuch definiert. Sobald der kleine Tank, den man mit Wasser, und wer mag, mit einem Tropfen Spüli gefüllt hat, angehängt ist, wischt er los. Auch auf Teppichen. Also diese vorher wegräumen oder als „No-Go-Area“ kennzeichnen. 

Gut bei Alltagsschmutz

Die Saug- und Wischleistung unseres Flitzers ist echt gut, allerdings kann ich nur ein Urteil für Hartböden abgeben, da wir keine Teppiche haben, die er saugt. Natürlich bleibt hier und da mal ein Krümel liegen oder ein angetrockneter Marmeladenklecks wurde nicht vollkommen entfernt, aber es ist ja auch ein Roboter und kein Mensch. Bei stark verschmutzten Böden sollte man dann doch wieder selbst zum guten, alten Wischmopp greifen, aber den „normalen“ Alltagsstaub und -schmutz bekommt er gut in den Griff.

Fahrender Datenspion

Sein größtes Problem: Natürlich ist er ein Datenspion - die Kartendaten der Wohnung werden auf dem Server der Anbieter gespeichert und bei einigen Robotern werden auch die Zugangsdaten des Wlans abgegriffen. Dessen muss man sich bewusst sein, bevor man sich so ein Helferlein ins Haus holt. Es gibt auch welche ohne App, die dann natürlich weniger Steuerungsmöglichkeiten haben.

Den gesamten Erfahrungsbericht lesen Sie in der LAND & FORST, Ausgabe 20/2020 und in der digitalen Ausgabe.

Thema der Woche

  • Thema der Woche: Wirtschaftsregion Braunschweig - hier dominiert Ackerbau
  • Agrarpolitik: Der "Niedersächsische Weg" ist unterzeichnet
  • Pflanzenbau: Zwischenfrüchte richtig mischen
  • Tierhaltung: Praxisversuch Immunokastration
  • Energie: Neue Wege für alte Solaranlagen
  • Leben auf dem Land: Accumer Mühlenverein hält das Müllerhandwerk am Leben

12 Ausgaben für 12€

Jetzt bestellen
Das könnte Sie auch interessieren