Naturschutz Grünlandfläche

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Christel Grommel | am

Naturschutz: Landvolk will Rückkehr an den Gesprächstisch

Landvolkpräsident Schulte to Brinke ist enttäuscht vom Vorgehen des Bündnis "Volksbegehren Artenvielfalt jetzt". Das Landvolk möchte den Dialog mit den Naturschutzverbänden und an den Gesprächstisch zurückkehren.

"Wir Landwirte wissen, was wir an der Natur haben. Schließlich leben wir mit und von ihr. Deshalb haben Landwirte ein starkes Interesse an Artenvielfalt und fördern seit Jahren in verschiedensten Kooperationen die Biodiversität", bekräftigt der Präsident des Landvolks die Kooperationsbereitschaft der Landwirte. 

Gemeinsam mit den Umweltverbänden NABU, BUND und der Landesregierung habe man sich auf einem guten Weg gefühlt. Nun stelle sich aber die Frage, ob dieser von den Umweltverbänden verlassen worden sei. "Wir fordern die Initiatoren und Umweltverbände auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“

Artenvielfalt gemeinsam erreichen

Das Landvolk Niedersachsen sei wiederholt auf die Naturschutzverbände zugegangen, um Ideen für das gemeinsame Erreichen von mehr Artenvielfalt auszutauschen. Das Landvolk habe den Eindruck gehabt, schon kurz vor einer gemeinsamen Verständigung gestanden zu haben.

Man hatte seit Wochen intensive Gespräche mit Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, BUND und NABU und mit der Landwirtschaftskammer geführt. 

Die nun von den Initiatoren geforderten Regelungen überforderten die Landwirte und seien letztendlich kontraproduktiv, denn gesetzliche Vorschriften höben den Ansatz der freiwilligen Förderung aus. „Wir hatten uns hier auf eine positive Begleitung der Landwirtschaft zu mehr Artenschutz konzentriert", sagte Schulte to Brinke. Das bislang Erreichte solle nicht ignoriert werden. 

Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen

Natur-, Umwelt- und Artenschutz können nur gestärkt werden, wenn die Landwirte mit einbezogen werden. 

Als Beispiele brachte Schulte to Brinke das Dauergrünland und das Düngeverbot in Gewässernähe: "Es kann nicht sein, dass auf 30 Prozent des Dauergrünlands in Niedersachsen notwendige Bodenbearbeitungen zur Wiederansaat von geschädigten Grasnarben einfach verboten wird." Die betroffenen Milchbauern dürften nicht um eine Sondergenehmigung betteln müssen.

Auch das Düngeverbot für landwirtschaftliche Nutzflächen auf fünf Metern Breite an Gräben und Vorflutern hält er für nicht praktikabel. Dies führe in gewässerreichen Regionen zu einem Umfang an Verlust produktiver Flächen für die Landwirtschaft, der für die dortigen Bauern nicht kompensiert werden könne.

Von diesem Gesetzesentwurf seien besonders die Grünland- und Milchbauern betroffen. Bei der Förderung zu weiterem Wiesenbrüterschutz inklusive entsprechender Bereitstellung finanzieller Mittel müsse unbedingt auch die Landwirtschaft angehört werden.

„Vertragsnaturschutz ist der richtige Weg. Für mehr Artenvielfalt gilt es, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen“, sagte der Landvolkpräsident abschließend.

Mit Material von Landvolk Niedersachsen

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