Weihnachtsmarkt in Hannover
Janina Schuster | am

Neue Corona-Verordnung: Weihnachtsmärkte und volle Stadien?

Wenn es draußen kälter wird, rückt auch der Duft von Schmalzkuchen und Glühwein in greifbare Nähe. Doch erlauben die Corona-Maßnahmen einen Weihnachtsmarkt? Und was ist mit dem Stadion-Besuch?

Die gute Nachricht direkt vorweg: in Niedersachsen können sich die Menschen auf den Besuch von Weihnachtsmärkten einstellen. Die dementsprechend geänderte Corona-Landesverordnung wurde am vergangenen Donnerstag (07. Oktober) auf den Weg gebracht. Bereits einen Tag später soll sie laut Staatskanzlei Hannover in Kraft treten. Auf den Märkten soll demnach die 3G-Regelung gelten: geimpft, genesen oder getestet. Dies gilt auch für die Nutzung von Fahrgeschäften. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von dieser Regelung ausgenommen.

Status muss von Betreibern kontrolliert werden

Um die Einhaltung der 3G-Regelung zu gewährleisten, gibt es für Betreiber von Weihnachtsmärkten mehrere Möglichkeiten. So kann das Gelände mit zentralen Ein- und Ausgängen versehen werden oder aber Bändchen oder Stempel als Nachweis dienen, welche sich Besucher an einem Stand abholen können. Auch die Kontrolle direkt an den Ständen sei eine Option.

Bei höchster Corona-Warnstufe: 2G

Sollte die höchste Corona-Warnstufe erreicht werden, gelte verpflichtend die 2G-Regelung. Ein negativer Test ist dann nicht mehr ausreichend. Prinzipiell müssen die Stände einen Abstand von zwei Metern zueinander haben. Essens- oder Getränkeausgabe ist lediglich an Ständen möglich, die zu mehreren Seiten offen sind. Auf das Tragen einer Maske kann weitestgehend verzichtet werden. Wer auf dem Weihnachtsmarkt arbeitet ist verpflichtet, sich zweimal wöchentlich testen zu lassen, es sei denn die Person kann eine vollständige Impfung oder aber Genesung vorweisen.

Kommunen können flexible Regelungen treffen

"Zur Minimierung des Infektionsrisikos geben wir mit der 3G-Regel klare Leitplanken vor. Gleichzeitig ermöglichen wir den Kommunen vor Ort, flexible und situationsangepasste Regelungen zu treffen, was beispielsweise die Abstände zwischen den Ständen oder die Frage der Kontrolle der Besucherinnen und Besucher angeht", erklärte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Auch wenn die Landesregierung den ersten, unpraktikablen Vorschlag überarbeitet habe, seien auch in der neuen Version noch Schwächen zu finden, erklärt sie weiter.  

Fußballvereine können sich freuen

Doch nicht nur Weihnachtsmarktfans profitieren von den neuen Lockerungen, auch Fußballfans dürfen sich freuen: bei Anwendung der 2G-Regelung kann auf die Obergrenze von 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer verzichtet werden.

Mit Material von dpa
Produkte entdecken

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Unkraut einfach weglasern - neue Möglichkeiten in der Landwirtschaft
  • Der Putenmarkt reagiert drastisch auf hohe Futterkosten und niedrige Erlöse
  • Das Winterprogramm der Niedersächsischen Landjugend ist da!
  • Investoren bedrängen Landwirte: Freiflächen-Photovoltaik

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen