Corona: Schild mit 3G-Hinweis in Ladentür

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Christel Grommel | am

Das sind die neuen Corona-Regeln für Niedersachsen

In Niedersachsen gilt ab heute eine neue Corona-Verordnung. Für Geimpfte, Genesene und Getestete fallen Beschränkungen. Was ab jetzt im Alltag gilt.

Für Geimpfte, Genesene und Getestete soll es in der Corona-Pandemie in Niedersachsen weniger Beschränkungen geben. Damit setzt das Land die von Bund und Ländern beschlossene 3G-Regel um.

Was noch wichtig ist: Neben der Sieben-Tage-Inzidenz werden nun noch weitere Parameter zur Bewertung der Lage herangezogen. Dafür sind ab jetzt Warnstufen vorgesehen.

3G - Geimpft, genesen, getestet

In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen ein bestimmtes Infektionsgeschehen festgestellt wird, wird der Zugang zu bestimmten Einrichtungen, Veranstaltungen oder Leistungen auf geimpfte, genesene und getestete Menschen (3G) beschränkt. Das ist der Fall, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen den Wert von 50 übersteigt - oder mindestens die erste von drei neuen Warnstufen erreicht wird.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich dann testen lassen. Befreit von der 3G-Pflicht sind Kinder bis zum sechsten Lebensjahr - und auch ältere Schülerinnen und Schüler, die nach den bisherigen Plänen ohnehin regelmäßig in der Schule getestet werden sollen.

Hier gilt 3G:

  • in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • im Innenbereich von Gastronomie
  • bei Informations-, Kultur-, Sport- oder ähnlichen Veranstaltungen in Innenräumen
  • Körpernahe Dienstleistungen aller Art
  • Sport im Innenbereich (beispielsweise in Fitnessstudios, Schwimmbädern oder Sporthallen),
  • bei Übernachtungen in einem Beherbergungsbetrieb

In Kliniken und Pflegeheimen, bei Großveranstaltungen oder in Diskotheken gilt die 3G-Regel immer, unabhängig vom Infektionsgeschehen.

Die Testpflicht im Rahmen der neuen 3G-Regelung trifft etwa ein Viertel der Niedersächsinnen und Niedersachsen. Die anderen drei Viertel sind entweder bereits geimpft oder genesen oder sie sind als Kinder und Jugendliche von den im Rahmen der 3G-Regelungen vorgeschriebenen Testungen ausgenommen.

Testen und 2G

Testen:

  • Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht einen bis zu 24 Stunden alten negativen Schnelltest oder einen PCR-Test. PCR-Tests sind demnach 48 Stunden gültig.
  • Wer im Hotel übernachtet, muss sich zwei Mal pro Woche testen lassen. Kontrolliert werden sollen die Nachweise von Betreibern und Veranstaltern.
  • Ab Mitte Oktober sind die Corona-Bürgertests nicht mehr kostenlos. 

2G:

  • Betreibern von Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars sowie anderen privaten Veranstaltern steht es frei, den Zutritt auf Geimpfte und Genesene (2G) zu beschränken. Ein negatives Testergebnis reicht für den Zutritt dann nicht mehr aus.
  • Im Falle der Diskotheken, Clubs, Shisha-Bars und ähnlicher Einrichtungen entfällt laut Verordnung für die Gäste die Maskenpflicht, wenn nur Geimpfte und Genesene zugelassen werden.

Warnstufen

Warnstufen corona

Die neuen Warnstufen berücksichtigen neben der Häufigkeit der gemeldeten Corona-Fälle (Sieben-Tage-Inzidenz) auch die beiden weiteren Faktoren "Hospitalisierung" und "Intensivbetten".

Hospitalisierung: landesweite Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Fälle je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Der Schwellenwert für die erste Warnstufe liegt bei einer Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz von mehr als sechs.

Intensivbetten: prozentualer Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten, gemessen an der gesamten Intensivbettenkapazität. Der Schwellenwert für die erste Warnstufe liegt hier bei einer Belegung von mehr als fünf Prozent. Die maximale Zahl der Intensivbetten in Niedersachsen beträgt 2.424 Betten.

Überschreiten an fünf aufeinanderfolgenden Tagen zwei der drei Indikatoren die in der Verordnung neu festgelegten Schwellenwerte, gilt für den Landkreis oder die kreisfreie Stadt eine entsprechende Warnstufe. 

Schulen, Maskenpflicht, Basisschutz

Schulen: 

  • Zum Schulstart müssen sich Schülerinnen und Schüler in ganz Niedersachsen auf eine Maskenpflicht im Unterricht einstellen.
  • An den ersten sieben Schultagen nach Schulstart müssen sie sich täglich auf das Coronavirus testen.
  • An allen Schulen wird der Unterricht sowie außerschulische Angebote in festgelegten Gruppen (Kohorten) stattfinden.

Maskenpflicht: 

  • Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bleibt im ÖPNV, Flughäfen und Bahnhöfen

Basisschutz:

  • Es gilt weiter das Abstandsgebot. 
  • Lüften und Hygieneregeln werden empfohlen
  • Hygienekonzepte und Kontaktnachverfolgung bleiben in vielen Bereichen weiter notwendig.

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