Solarpanel auf einer großen Fläche - Niedersachsen erleichtert Freiflächen-Solarparks

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Christel Grommel | am

Niedersachsen erleichtert Bau von Solarparks auf Freiflächen

Niedersachsen will die Ausbaugeschwindigkeit bei der Solarenergie erhöhen. Die Niedersächsische Freiflächensolaranlagenverordnung erleichtert den Bau von Solarparks auf Freiflächen.

Niedersächsische Projekte sollen so künftig bessere Chancen bei den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur für Solarparks auf Freiflächen haben.

Welche Photovoltaik-Anlagen (PV) mit einer Leistung von mehr als 750 kW gebaut werden dürfen, wird in einem Bieterverfahren durch die Bundesnetzagentur ermittelt. Die einzelnen Bundesländer legen dabei fest, ob daran auch Anlagen auf sogenannten Benachteiligten Gebieten, also für die Landwirtschaft eher ertragsschwachen Standorten, teilnehmen können.

Umweltminister Olaf Lies sieht dies als den richtigen Weg an: "Die Freiflächensolaranlagenverordnung ist ein wichtiger Schritt, um Niedersachsen als Land der Energiewende weiter voranzubringen. Mit der Verordnung verbessern wir die Chancen niedersächsischer Freiflächensolarprojekte, einen Zuschlag bei Ausschreibungen der Bundesnetzagentur zu bekommen."

Die Verordnung enthält eine jährliche Begrenzung dafür, in welchem Umfang Projekte aus den freigegebenen Gebieten an Ausschreibungen teilnehmen dürfen. Die Höhe dieser Grenze und deren Auswirkungen auf konkurrierende landwirtschaftliche Nutzung sollen regelmäßig überprüft werden. Das soll erstmals zum 31. Dezember 2023 geschehen.

Landwirte fürchten höhere Preise für Flächen

Landwirtinnen und Landwirte sehen das Vorhaben skeptisch.

Sie befürchten, dass sie Flächen verlieren könnten und dass gleichzeitig Grünland teurer wird, so das Landvolk. Der Ausbau der Solarenergie rufe viele Investoren auf den Plan, die Angebote von mehr als 1.400 Euro für den Hektar machten, heißt es.

Silke Weyberg vom Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen hält die Sorgen für berechtigt. Sie fordert eine bessere Planung vom Land und eine Festlegung von konkreten und verpflichtenden Ausbauzielen.

Zudem schlägt sie Projekte vor, bei denen auch die Landwirtschaft profitiert: Zum Beispiel Anlagen, die als Schattenspender für den Obstbau fungieren können.

Mit Material von NDR, Landesregierung Niedersachsen

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