Beregnungsanlage

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Christel Grommel | am

Niedersachsen muss Milliarden für Folgen des Klimawandels investieren

In Niedersachsen sind die Folgen des Klimawandels schon spürbar. Was in den kommenden Jahren passieren soll.

Küstenschutz, Wassermanagement und Moorschutz sind zentrale Punkte bei der Anpassung an den Klimawandel in Niedersachsen. Das wird das Land einiges kosten: „Wir werden in den nächsten Jahren viele Milliarden investieren müssen, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen, weil wir die Infrastruktur, die wir haben, umbauen müssen“, stellte Umweltminister Olaf Lies bei der Präsentation des Jahresberichts 2021/2022 des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) fest.

Küsten für höhere Wasserstände rüsten

Die Modernisierung und Erhöhung der Deiche ist eine Aufgabe mit viel Handlungsbedarf, besonders entlang der Elbe. Mit höheren Deichen und modernisierten Sperrwerken wie der neuen Hadelner Kanalschleuse sollen Niedersachsens Küsten für künftig erwartete höhere Wasserstände gerüstet werden. An der Elbe nördlich von Hamburg sollen 26 Kilometer Deich in den nächsten Jahren um bis zu 1,5 Meter erhöht werden. Dafür wird auch Fläche in der Breite benötigt. Teilweise kollidiert dies mit dem Naturschutz, Lies stellte jedoch schon Ausnahmen in Aussicht.

Hochwasser und Trockenphasen

Angepasst werden muss auch die Wasserwirtschaft. In Niedersachsen können künftig häufiger Hochwasser auftreten, ebenso sind Trockenphasen vermehrt zu erwarten, die auch länger dauern können als bisher. Im Westen und Nordwesten haben sich die Wasserstände von den Trockenjahren 2018 und 2019 etwas erholt, im Osten jedoch nicht. Schon vor Sommerbeginn ist hier eine knappe Grundwasserversorgung zu erwarten. Umweltminister Lies sprach sich daher dafür aus, das aktuelle System der Binnenentwässerung, das überflüssiges Wasser etwa in die Nordsee leitet, in ein intelligentes Wassermanagementsystem umzubauen. Dabei gehe es darum, Wasser in trockenen Phasen möglichst lang für die Grundwasserneubildung in der Fläche zu halten und bei extremem Niederschlag möglichst schnell abzuführen, sagte Lies.

Wiedervernässung der Moorflächen

Beim Klimaschutz sollen die Moore und ihre Wiedervernässung eine große Rolle spielen. Im Fall der Hannoverschen Moorgeest könne man laut Lies erste Erfolge verzeichnen. Es habe jedoch zu lang gedauert, sich mit den einzelnen Flächeneigentümern zu einigen. Geplant ist hier eine effizientere Vorgehensweise, außerdem eine Potenzialanalyse dazu, welche Moorflächen für eine Wiedervernässung infrage kommen.

Mit Material von dpa

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