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Christel Grommel | am

Niedersachsen plant keine großen Corona-Lockerungen

Die Zahl der Neuinfektionen hat sich auf einem erhöhten Niveau eingependelt. Die Landesregierung plant daher keine großen Lockerungen in nächster Zeit.

Bei der Neuauflage der Corona-Regeln Anfang Oktober soll es in Niedersachsen aufgrund der Infektionslage zunächst keine einschneidenden Lockerungen geben. Die Neuauflage soll jedoch noch einfacher und verständlicher gefasst werden. 

Auch weil der Herbst und damit die Grippesaison nahen, möchte man vorsichtig bleiben. Mögliche Lockerungen könnte es etwa bei der bislang auf 50 begrenzten Teilnehmerzahl bei Hochzeiten und möglicherweise auch anderen privaten Feiern geben.

Das Sozialministerium warnte davor, die Lage auf die leichte Schulter zu nehmen. Von Entwarnung und Entspannung der Infektionslage könne man nicht sprechen.

Hannovers Regionspräsident Hauke Jagau sprach sich unterdessen für mehr Lockerungen aus. Pauschale Verbote würden auf Akzeptanzprobleme stoßen, mehr Eigenverantwortung sei nötig. Angesichts von Corona-Fällen an Schulen mahnte Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Umsetzung der Hygienepläne an.

Weihnachtsmärkte und Volksfeste

Ob es in diesem Jahr Weihnachtsmärkte geben wird und wie diese stattfinden könnten, ist noch unklar. 

Es werde bald auf einem "Weihnachtsmarktgipfel" geprüft, unter welchen Umständen eingeschränkte Weihnachtsmärkte organisiert werden könnten, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Ein Alkoholverbot auf solchen abgespeckten Weihnachtsmärkten sei nicht geplant, Glühwein solle es auf jeden Fall geben.

Osnabrück bereitet einen Weihnachtsmarkt in angepasster Form vor, Einzäunung oder Zutrittssteuerung soll es hier nicht geben. Auch Oldenburg arbeitet an einem alternativen Konzept mit entzerrter Form. In Hannover will man die Stände möglicherweise über die Innenstadt verteilen, um ebenfalls den Besucherstrom zu entzerren. In Lüneburg geht man davon aus, den Weihnachtsmarkt veranstalten zu können und wartet auf ein Zeichen vom Land. Eckpunkte für das Konzept wurden festgelegt, mit Plänen für die Corona-Prävention. Mehrere Städte hatten den "Weihnachtsmarktgipfel" auf Landesebene gefordert. 

"Weihnachtsmärkte sind auch im Corona-Jahr möglich - die Schausteller und Veranstalter haben dafür gute und durchdachte Hygienekonzepte entwickelt", sagte Frank Hakelberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Schaustellerbundes. "Die Einzelhändler in den Innenstädten und die Schausteller sind zum Ende eines desaströsen Jahres auf die Weihnachtsmärkte angewiesen - und die Menschen, unsere Gäste, wollen sie auch."

In Bremen ist ein verkleinerter Freimarkt geplant: Kein Alkohol, keine Festzelte, weniger Karussells. Das Konzept des Senats sieht vor, den Veranstaltungsort, die Bürgerweide, komplett einzuzäunen. Es sollen nie mehr als 6.000 Besucherinnen und Besucher zugleich eingelassen werden. 

Mit Material von dpa

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