Schild im Einzelhandel: 2G-Regel - neue Corona-Verschärfungen für Niedersachsen gültig

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Christel Grommel | am

Niedersachsen verschärft Corona-Regeln

Seit dem Wochenende gelten in Niedersachsen nachgeschärfte Corona-Regeln. Lesen Sie hier, was jetzt wo zu beachten ist.

Kontaktbeschränkungen

Für nicht Geimpfte gelten wieder Kontaktbeschränkungen: Ein Haushalt darf sich laut Landesregierung nur noch mit zwei Menschen aus einem weiteren Haushalt treffen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Diese Regeln gelten nun auch für Warnstufe 1, vorher galt dies erst ab Warnstufe 2. 

2G im Einzelhandel

Ein Kernpunkt der erweiterten Verordnung ist die Umsetzung der 2G-Regel im Einzelhandel für Erwachsene. Das Tragen einer medizinischen Maske bleibt auch hier für Genesene und Geimpfte verpflichtend. 

Für diese Geschäfte und Betriebe gilt eine Ausnahme von der 2G-Regel:

  • Lebensmittelgeschäfte und Getränkemärkte
  • Apotheken und Drogerien
  • Optiker, Hörgeräteakustiker und Orthopädieschuhmacher
  • Sanitäts- und Reformhäuser
  • Babymärkte
  • Gartenmärkte und Futtermittelhandel
  • Tankstellen
  • Blumengeschäfte
  • Brief- und Versandhandel
  • Zeitungs- und Buchläden
  • Geschäfte zum Kauf von Fahrkarten
  • Reparaturwerkstätten von Kraftfahrzeugen, Fahrrädern oder Elektronikgeräten

Für die Kontrolle der Einhaltung sind die Händler selbst zuständig.

Wo gilt noch 3G?

Für körpernahe Dienstleistungen, wie den Frisörbesuch oder die Fußpflege, gilt noch 3G. Dies gilt für alle Warnstufen, also auch Warnstufe 3.

Damit reagiert die Landesregierung auf einen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg. Das Gericht hatte am 10. Dezember den Ausschluss Ungeimpfter von allen körpernahen Dienstleistungen als unangemessen bezeichnet.

Wo gilt in Niedersachsen 2G-plus?

In Restaurants oder Fitnessstudios gilt die 2G-plus-Regel. Hier reicht es nicht, geimpft oder genesen zu sein, ein Test ist auf jeden Fall zusätzlich nötig. 

Hier gibt es Ausnahmen: Wer bereits eine Auffrischungsimpfung, den sogenannten Booster, bekommen hat, benötigt keinen negativen Corona-Test. Auch wer eine Genesung nach einem Impfdurchbruch nachweisen kann, braucht keinen negativen Test.

Gastronomen oder Veranstalter können auch auf 2G umschwenken, dürfen dann aber nur maximal 70 Prozent ihrer Plätze belegen.

Was gilt in der "Weihnachtsruhe"?

Niedersachsen führt mit der neuen Corona-Verordnung als erstes und bisher einziges Bundesland eine allgemeine "Weihnachts- und Neujahrsruhe" ein.

Das bedeutet: Keine großen Feiern zu Silvester, Discos können nicht öffnen. Restaurants, Hotels, Kinos und Fitnessstudios sind prinzipiell offen. 

Zwischen dem 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar wird landesweit eine verschärfte Variante der Warnstufe 3 ausgerufen. Laut Landesregierung gelten in dieser Zeit folgende Maßnahmen:

  • Anwendung von 2G-Plus in nahezu allen Lebensbereichen
  • Reduzierung der Kontakte für Geimpfte und Genesene bei privaten Treffen und Silvesterpartys auf maximal 25 Personen drinnen und maximal 50 draußen
  • Ungeimpfte dürfen maximal zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit.
  • Schließung von Discotheken, Clubs und Shisha-Bars
  • Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen und Messen sind verboten
  • Tanzverbot, Weihnachtsmärkte werden geschlossen
  • Weihnachtsgottesdienste werden stattfinden

Diese Regelung wird unabhängig von der Corona-Infektionslage gelten. 

Was gilt an Schulen?

An den Schulen läuft zunächst noch regulärer Unterricht. Kurz vor Weihnachten ändert sich dies: Vom 20. Dezember an - und damit drei Tage vor Ferienbeginn - könnten Schülerinnen und Schüler auf Antrag der Eltern vom Präsenzlernen befreit werden.

Die Ferien sollen wie geplant vom 23. Dezember bis zum 7. Januar dauern. Vom 10. Januar an müssen auch die jüngeren Jahrgänge wieder Maske tragen, überdies soll es nach den Ferien häufigere Tests geben.

Mit Material von dpa, NDR

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