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Charlotte Meyer | am

Niedersachsen: Weniger Nutztiere trotz guter Exportnachfrage

Wegen vermehrter Umweltvorschriften geben immer mehr niedersächsische tierhaltende Betriebe auf.

Das Landvolk Niedersachsen hat aktuell basierend auf Daten des Statistischen Bundesamtes die Entwicklung der niedersächsischen Tierhaltung ausgewertet. Ein Ergebnis: Durch vermehrte Umweltvorschriften sinken - trotz der guten Exportnachfrage - sowohl die Zahl der gehaltenen Tiere als auch die der Halter.

Rinderhaltung in Niedersachsen

Nachfolgend die Zahlen in der Übersicht zum Stichtag der amtlichen Viehzählung:

  • Im November 2019 wurden in Niedersachsen noch 19.795 rindviehhaltende Betriebe geführt - davon sind 8.861 Milchkuhhalter.
  • Die Tierzahlen sanken dabei 2015 bis 2019 um etwa 80.000 auf 2,38 Mio. Darunter waren 865.357 Milchkühe im Jahr 2015, 2019 waren es nur noch 831.813.

Rinderhaltung bundesweit

  • In ganz Deutschland gibt es noch circa 136.000 rinderhaltende Betriebe mit 11,6 Mio. Tieren - davon 4 Mio. Milchkühe.
  • Im Vergleich zu 2015 sind das knapp eine Mio. Rinder weniger, darunter 276.500 Milchkühe.

Schweinehaltung Niedersachsen und bundesweit

Auch die niedersächsische Schweinehaltung verzeichnete schwere Einbußen:

  • Schweine gibt es hierzulande noch auf 5.300 Höfen bei einem Anteil an Zuchtsauenhaltern von 1.700. Verglichen mit Werten aus 2015 mit 6.600 Mastbetrieben und 2.200 Zuchtsauenbetrieben ist auch hier ein rückläufiger Trend zu erkennen.
  • Insgesamt gibt es in Deutschland noch 21.100 Höfe, auf denen Schweine gehalten werden.

Landvolk: weniger Tiere, weniger Nährstoffe

Hubertus Berges, Vorsitzender im Veredlungsausschuss des Landvolkes, mahnt: „Diese Entwicklung wird weder in der Bevölkerung noch in der Politik wahrgenommen“. Er macht darauf aufmerksam, dass mit den geringeren Tierzahlen das häufig kritisierte Nährstoffaufkommen ebenfalls abnimmt.

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