Eine Wiese und ein Dorf.
Ellen Hartmann | am

Niedersachsens ländliche Räume bekommen 470 Millionen Euro

Die EU-Kommission hat Niedersachsens Konzept zur Verlängerung des "Programmes zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum Niedersachsen und Bremen" (PFEIL) akzeptiert.

Das Konzept zur Verlängerung des PFEIL-Programms ist ein Baustein, der zweite ist für den Sommer 2021 angesetzt und beinhaltet die Eler-Fördermittel. Mit diesen Geldern sollen vor allem die ländlichen Räume und landwirtschaftliche Betriebe unterstützt werden. "Damit verhindert die EU nicht nur eine Förderlücke, sondern macht den Weg frei für eine schlagkräftige Förderung des ländlichen Raums", so Birgit Honé, Europa- und Regionalministerin.

Was ist das PFEIL-Programm?

Das Programm wird vordergründig aus den Eler-Fonds finanziert und sollte eigentlich zum Ende der EU-Förderperiode 2020 beendet werden. Zusätzlich drohte die Förderung abzureißen, da sich die Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die eigentlich ab 2021 geplante neue Förderperiode immer wieder verlängern. "Die Fortsetzung ist ein wichtiges Signal an unsere Landwirtinnen und Landwirte und die weiteren Akteure im ländlichen Raum", erklärt Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast. "So entsteht Planungssicherheit, mit der wir wichtige Vorhaben anstoßen können."

Was soll gefördert werden?

Mit den Geldern sollen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie eine nachhaltige und krisenfeste Landwirtschaft und die Entwicklung der ländlichen Räume unterstützt werden. Insgesamt 138 Millionen Euro sollen somit in Biodiversität und Wasserschutz – in Blühstreifen und den Schutz von Grünland – investiert werden. Weiter sind 83 Millionen Euro für den Ökolandbau, 16 Millionen Euro für das Agrarinvestitionsförderprogramm sowie 10 Millionen Euro für Europäische Innovationspartnerschaften geplant. Auch gefördert werden sollen die Gewässerschutzberatung (14 Millionen Euro) und der Hochwasserschutz (17 Millionen Euro).

Konsequent den "Niedersächsischen Weg" weitergehen

"Diese zusätzlichen Investitionen zeigen, wie wir den gemeinsam mit unseren Partnern eingeschlagenen Niedersächsischen Weg konsequent weitergehen", sagt Umweltminister Olaf Lies. "Natur- und Artenschutz und Landwirtschaft ergänzen sich und wir erreichen so mehr denn je für den Umweltschutz in Niedersachsen." Darüber hinaus gehen rund 65 Millionen Euro an die Dorfentwicklung, 37 Millionen Euro sind bereits für Basisdienstleistungen verplant und das LEADER-Programm erhält neun Millionen Euro.

"Damit schaffen wir die nach der Corona-Pandemie nötigen zusätzlichen Spielräume zur zukunftsfesten Entwicklung unserer ländlichen Räume", heißt es von Otte-Kinast und Honé. Die Entscheidung der EU-Kommission sei ein wichtiger Schritt, weshalb Otte-Kinast, Honé und Lies der Genehmigung für den zweiten Baustein des Gesamtkonzepts optimistisch entgegen sehen würden.

Mit Material von Niedersächsisches Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung
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