Hafen Bremerhaven
Christel Grommel | am

Norddeutsche Häfen sollen Zentren für Wasserstoff-Import werden

Die norddeutschen Häfen sollen Zentren für Wasserstoff-Import werden. Die norddeutsche Chemieindustrie dringt auf einen schnellen Ausbau der Hafeninfrastruktur.

"Aufgrund der riesengroßen Bedarfe an grünem Wasserstoff brauchen wir neben der forcierten Weiterentwicklung unseres Heimatmarktes dringend deutsche Importterminals", gab der Landesvorsitzende des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) an.

Die norddeutschen Häfen seien dafür wegen ihrer Erfahrung bei der Entladung von Gasen und vorhandener Pipelines ideale Standorte. Weil in den Niederlanden und Belgien bereits entsprechende Projekte liefen, sei der Handlungsdruck groß. 

Die Bundesregierung hatte sich vor knapp drei Wochen auf eine nationale Wasserstoffstrategie verständigt. Diese sieht zusätzlich zu laufenden Förderprogrammen sieben Milliarden Euro dafür vor, dass sich die Technologie am Markt durchsetzt. Bis 2030 sollen Anlagen zur Produktion von bis zu 14 Terawattstunden grünen Wasserstoffs aus erneuerbaren Energien in Deutschland entstehen. Der nationale Bedarf ist allerdings deutlich höher. Sollte die Industrie auf Wasserstoff umstellen, wird ein Großteil aus dem Ausland importiert werden müssen. Stahlwerke und Raffinerien auch in Norddeutschland bräuchten Wasserstoff "in Riesenmengen, nicht in Apothekenmengen", betonte der Geschäftsführer des VCI Nord.

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Mit Material von dpa

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