Mann kontrolliert Stecklinge in Baumschule
Jan-Gerd Ahlers | am

Ammerland: Fest in der Parklandschaft verwurzelt

Baumschulen prägen die Landschaft rund um das Zwischenahner Meer. In rund 260 Betrieben wachsen Rhododendren, Nadel- und Laubgehölze, Heckenpflanzen und Bodendecker, Alleebäume oder Solitäre. Wir waren vor Ort.

Rund 300 Baumschulbetriebe produzieren in Weser-Ems nahezu das gesamte Sortiment an Baumschulpflanzen: von Rhododendron über Nadel- und Laubgehölze, Immergrüne, Heidepflanzen, von der Jungpflanze über Bodendecker, Heckenpflanzen, Alleebäume, Formgehölze bis zum Solitär.

Die meisten Baumschulen gibt es im Ammerland. Dort bewirtschaftet Familie zur Mühlen in Bad Zwischenahn mit 23 Mitarbeitern und zwei Azubis einen Baumschulbetrieb mit 17 ha Fläche, komplett arrondiert. Es handelt sich um leichte Sandböden mit 25 bis 35 Bodenpunkten.

Qualität ist oberstes Gebot

Oberste Prämisse ist eine gleichbleibend hohe Qualität. Bei der Sommerheide bietet zur Mühlen ein breites Sortiment aus Knospenblühern. Durch das Kühlhaus kann bis Anfang November ausgeliefert werden. Bei Winterheide gehören Erica und Empetrum (Krähenbeere) zum Sortiment.

Gut im Markt vertreten ist zur Mühlen mit der Eigenzüchtung "Renke‘s Kleiner Grüner". Dieser bis zu 80 cm große Taxus, kompakt und feintriebig, hat den Buchsersatzmarkt in Europa verändert.

Zu den Besonderheiten im Sortiment zählen Rotkätzchenweiden sowie Gold- und Zauberkätzchen als Salix Sorten. Alle blühenden Sorten werden ab Februar direkt aus dem Kühlhaus geliefert.

Konsequente Nachhaltigkeit

Fokko zur Mühlen setzt auf umweltschonende Anbaumethoden. Wasser ist dabei eine besonders sensible Ressource. Insofern ist ein nachhaltiges Wassermanagement eine existenzielle Aufgabe. Der Betrieb praktiziert ein konsequentes Wasserrecycling auf den Containerflächen mit einem rezirkulierenden System. Das überschüssige Wasser wird in Gießteichen gesammelt und immer wieder verwendet; es gibt keine unkontrollierte Versickerung von Gießwasser.

Der Einsatz von Torfersatzstoffen nimmt zu und liegt je nach Pflanze zwischen 20 und 50 %. Zu den Ersatzprodukten gehören Holzfaser, Kokos und Pinienrinde, vielfach importiert.

Das Internet wird auch hier immer wichtiger

Immer mehr an Bedeutung gewonnen hat der Webshop mit einem System, das sich auch gut mobil bedienen lässt. Die Einkäufer wollen sehen, wie die Waren aussehen und unkompliziert in der gewünschten Menge bestellen können. Neu ist eine App für Baumschulen unter maßgeblicher Beteiligung von Fokko zur Mühlen. Diese erfasst die Lebensläufe der produzierten Pflanzen und macht diese Informationen für die Mitarbeiter jederzeit abrufbereit. Das Ziel ist eine Bündelung allen Wissens des Baumschulbetriebes.

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