Kerstin Deye mit Stroh in der Hand im Schweinestall

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Landkreis Oldenburg: Kerstin Deye hat Weitblick für Land und Schweine

Kerstin und Torsten Deye schaffen ihren Schweinen in Haschenbrok im Landkreis Oldenburg eine Umgebung, in der sie selbst gerne arbeiten – und die sie gerne Besuchern zeigen.

Der Automat rattert, als er die Bohnen mahlt. Kurz darauf dampft ein frisch gebrühter Kaffee auf dem Küchentisch. Den kleinen Vollautomaten gibt es, seit Kerstin (45) und Torsten (46) Deye vor acht Jahren im Obergeschoss eingezogen sind. Auf einer Empore steht ein rotes Sofa, aus dem Fenster guckt man in die Baumwipfel im Garten. Ein Umfeld zum Wohlfühlen.

Das möchten Deyes auch für ihre Schweine schaffen. Anders als die Biogasanlage, die in Sichtweite ist, befinden sich alle Ställe – vom Deckbereich bis zur Mast – auf dem Hof.

Für die Stadt und für's Nordseebad Dangast

Oft wurden Altgebäude umgebaut, wie zuletzt eine Maschinenhalle. In der Mast haben Deyes die Fläche verdoppelt und Bereiche zum Spielen, Schlafen, Fressen sowie eine „Toilette“ geschaffen. Konkurrenzfähig sind sie damit auf dem normalen Markt nicht, denn die Tiere haben hier auch mit den Außentemperaturen zu tun. Deyes produzieren bewusst konventionell, aber in der Nische. Die haben sie mit ihrem Konzept und dem Abnehmer „bauer + metzger“ gefunden. Dieser verkauft das Fleisch in seinem Ladengeschäft – einer stilecht umgebauten alten Apotheke in Oldenburg. Auch im Nordseebad Dangast in Großküchen und Restaurants kommt das „Haschenbroker Landschwein“ auf den Tisch.

Von der Fleischqualität ist Kerstin überzeugt. „Früher habe ich viel mariniert – mittlerweile kommt auf die Steaks und Koteletts nur noch Salz und Pfeffer. Das schmeckt toll“. Wenn sie nicht im Stall ist, kocht und dekoriert die gelernte Hauswirtschafterin und Kauffrau im Groß- und Außenhandel gerne für sich und andere.

"Ich möchte morgens aufstehen und gerne in den Stall gehen"

Ein Teil der Ställe grenzt direkt an den Garten. Hühner laufen über den Rasen. Sie sind der Stolz der beiden jüngsten der vier Kinder. „Wir haben hier unseren Arbeitsplatz direkt vor der Tür, können rausgehen und losarbeiten“, sagt Kerstin. Darum ist es ihr und ihrem Mann so wichtig, die Sälle so zu gestalten, dass sie selbst gerne dort arbeiten.

Was Kerstin Deye Tolles aus Moos, Ästen und Zapfen gestaltet, wie es auf dem Hof aussieht – und welche zwei Projekte Kerstin und Torsten Deye gerade bewegen, lesen Sie in der Printausgabe der LAND & FORST 47/2019.

Redakteurin Birgit Greuner war Anfang des Jahres schon einmal bei Kerstin Deye, die sich im Frauennetzwerk Großenkneten engagiert, zu Besuch und hat ein Video mitgebracht:

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