Kuheuter mit Melkmaschine
Christel Grommel | am

Molkerei Ammerland für Milchmengenreduzierung

Die Molkerei Ammerland tritt in der Corona-Pandemie für eine freiwillige Milchmengenreduzierung gegen Entgelt ein.

Finanziert werden soll dies aus dem EU-Milch-Pakt. 

Das genossenschaftliche Unternehmen in Wiefelstede teilte am Montag (18. Mai) mit, dass der Milchpreis unter Druck sei. Ein hohes Angebot stoße auf große Absatzschwierigkeiten, denn Gastronomie und Außer-Haus-Verzehr fielen als Abnehmer nahezu aus. 

Die Molkerei begrüßte deshalb die Aktion "Kühe in Kurzarbeit schicken" der Bewegung Land schafft Verbindung (LsV).

2019 steigerte die Molkerei ihren Umsatz um 8,9 Prozent auf 998,6 Millionen Euro. Die verarbeitete Milchmenge nahm um 8,8 Prozent im Vergleich zu 2018 auf 1,96 Milliarden Kilogramm zu. Der ausgewiesene Jahresüberschuss blieb mit 6,03 Millionen Euro nahezu konstant. Die Mitgliederzahl der eingetragenen Genossenschaft stieg leicht auf 2104 Milchbauern.

Das Jahr 2019 ist für die Milchviehhalter problematisch gewesen. Das Futter war teuer, zwischen der Wesermarsch und Ostfriesland schadete auch eine Mäuseplage den Grünflächen. Die Molkerei zahlte den Bauern 2019 durchschnittlich 34,68 Cent für ein Kilogramm Milch.

Mit Material von dpa
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