Acker mit großen Wasserflächen
Christel Grommel | am

Oldenburg: Aufgeweichte Felder erschweren Frühjahrsaussaat

Der im Februar reichlich gefallene Regen war für die Landwirte dringend notwendig. Da jedoch in einigen Regionen 200 Prozent des langjährigen Durchschnitts an Niederschlag gefallen sind, ergeben sich neue Probleme.

Landwirte brauchen feuchte Böden und die richtige Menge an Regen. Gerade nach den letzten beiden trockenen Jahren gibt es Nachholbedarf, aber die anhaltenden Regenfälle der letzten Wochen haben die Arbeit der Landwirte erschwert. 

Denn die Böden seien vielerorts so nass, dass sie nicht für die Frühjahrsaussaat befahren werden könnten, sagte Sprecher Ehrecke von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die Landwirte sind auf den Regen dringend angewiesen, gerade auch auf den schweren, lehmreichen Böden, die in den letzten beiden Sommern viel Wasser verloren haben. Ein moderater Regen sei deshalb gut für die Landwirte. 

Böden in den Tiefen noch trocken

Auch wenn auf der Oberfläche die Pfützen stünden, dauere es, bis die Wasservorräte des Bodens wieder aufgefüllt seien. In den größeren Tiefen gebe es immer noch trockene Bereiche. In den Regionen Braunschweig, Helmstedt oder Hildesheim sei dies der Fall. 

Kulturen wie Frühkartoffeln müssten mit der Aussaat noch warten, bis die Böden wieder befahrbar seien. Für die Aussaat von Sommer- und Braugerste in den Regionen Gifhorn oder Peine reichten drei bis vier trockene Tage, bis die Befahrbarkeit wieder hergestellt sei. 

Wasserspeicher sind kostenintensiv

Wasser in regenreichen Zeiten als Vorrat für trockene Perioden zu speichern, würde unter Fachleuten durchaus diskutiert, so Ehrecke. Die Investitionskosten für solche Speicher seien aber immens hoch. Ein Kubikmeter Speicherbecken würde 15 Euro kosten, für eine Million Liter Wasser käme man damit auf 15 Millionen Euro. Kaum ein Betrieb könne solche Kosten stemmen. 

Mit Material von dpa
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