Ein Rind in einem LKW zum Transport zum Schlachthof
Anne-Maria Revermann | am

Schlachthof Oldenburg: Staatsanwaltschaft bestätigt Straftaten

Im Zuge der Ermittlungen gegen den Schlachthof Oldenburg sollen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorliegen.

Im Fall der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg in einem örtlichen Schlachthof sollen in elf Fällen Verstöße nach dem Tierschutzgesetz vorliegen. Die Ermittlungen stünden vor dem Abschluss, sagte Thorsten Stein, Sprecher der Anklagebehörde. Wahrscheinlich werde bis Anfang kommenden Jahres eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft über das weitere Vorgehen fallen.
    
Laut Gutachten soll es zu Straftaten gekommen sein, nicht nur zu Ordnungswidrigkeiten, etwa durch den unsachgemäßen Einsatz von elektrischen Treibgeräten, so der Sprecher der Anklagebehörde. Das Gutachten habe das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Auftrag der Staatsanwaltschaft erstellt. Danach sollen den Tieren etwa bei der Schlachtung länger anhaltende erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt worden sein. Der Gesetzgeber sieht Geld- sowie Freiheitsstrafen vor. Bei den Beschuldigten handelt es sich um die damaligen Geschäftsführer*innen der Standard Fleisch GmbH sowie weitere Mitarbeiter*innen des Schlachthofes. Wann und ob es zu einer Anklage vor Gericht kommt, ist derzeit noch unklar.
    
Im Herbst 2018 hatten Tierschutzorganisationen Videoaufnahmen veröffentlicht, wonach Rindern Stromstöße zugesetzt oder ohne Betäubung getötet wurden. Der Schlachthof war nach Bekanntwerden der Vorwürfe geschlossen, aber nach einer Umbaupause im Frühjahr wieder eröffnet worden.

Mit Material von dpa
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