Die Geflügelpest verbreitet sich wieder in Niedersachsen. In Betrieben in Nienburg und Cloppenburg gab es jetzt neue Ausbrüche.
Ellen Hartmann | am

Vogelgrippe: Neue Ausbrüche in Nienburg und Cloppenburg

Erneut breitet sich die Vogelgrippe in Niedersachsen bei Nutztieren aus. Auf Geflügelbetrieben in den Landkreisen Cloppenburg und Nienburg gab es jetzt zwei neue Ausbrüche der Tierseuche.

Nach Angaben des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) handelt es sich bei dem betroffenen Geflügelhaltungs-Betrieb im Landkreis Cloppenburg um eine Putenhaltung mit 9.700 Tieren. "Der Betrieb liegt in Friesoythe, 1.200 Meter vom gestern vermeldeten ersten Ausbruchsbetrieb (Entenhaltung) entfernt", heißt es weiter. 

Vogelgrippe breitet sich aus - Maßnahmen eingeleitet

Auch im Landkreis Nienburg konnte das hochpathogene aviäre Influenzavirus vom Subtyp H5 (HPAIV H5) in einer Putenhaltung in Hoya festgestellt werden. Auf dem Betrieb befinden sich 9.900 Tiere. Beide Bestände seien laut dem ML geräumt worden. Da sich die Vogelgrippe wieder in Niedersachsen verbreitet, setzt die Geflügelbranche jetzt erneut auf ein intensives Monitoring der Tierbestände. Von Dieter Oltmann, Geschäftsführer des Niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes, heißt es, dass insbesondere in den Gemeinden Garrel und Bösel im Landkreis Cloppenburg die Tiere intensiv beobachtet werden würden. Hier kam es im vergangen Winter zu zahlreichen Ausbrüchen der Tierseuche. 

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Weitere Ausbreitung der Geflügelpest verhindern!

Weiter heißt es von Oltmann, dass die dortigen Bestände zweimal pro Woche beprobt werden sollen, um eine größere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern. Gerade durch die Offenhaltungsställe seien bei der vergangenen Vogelgrippe-Epidemie zahlreiche Putenbetriebe betroffen gewesen. Nach Angaben von Oltmann habe man zwischen Herbst 2020 und Frühsommer 2021 in Niedersachsen insgesamt 1,1 Millionen Tiere keulen müssen.

Cloppenburg: Betrieb musste 39.000 Enten keulen

"Bei der Tierseuchenkasse sind Schäden entstanden von knapp 23 Millionen Euro", so der Experte weiter. Dies sei der bisher schlimmster Ausbruch der Geflügelgrippe gewesen. Vergangenen Mittwoch (10. November) wurde zum ersten Mal in diesem Herbst in Niedersachsen die Vogelgrippe in einem Nutztierbestand nachgewiesen. Das Geflügelpest-Virus ist für die Tiere hochansteckend und endet meist tödlich. Auf dem betroffenen Betrieb in Friesoythe mussten daher rund 39.000 Enten getötet werden. 

Mit Material von ML und dpa
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