Weihnachtsstimmung mit Lichtern
Ina Janhsen, Elisabeth Brunkhorst | am

Weihnachtsbriefe der Landfrauen-Präsidentinnen

Elisabeth Brunkhorst, Präsidentin Niedersächsischer LandFrauenverband Hannover und Ina Janhsen, Präsidentin Niedersächsischer LandFrauenverband Weser-Ems lassen Revue passieren in ihrer Weihnachts-Post.

"Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit." (2. Tim 1,7)

Liebe Leserinnen und Leser!

Plötzlich war alles anders. Durch die Pandemie wurden wir ausgebremst. Unsicherheit und Angst machten sich breit. In vielen Bereichen unseres produktiven Lebens schienen die Grenzen der menschlichen Belastbarkeit vor der Pandemie bereits erreicht – oder gar schon überschritten. Durch Corona haben wir alle gelernt, einen Gang runterzuschalten – weg von der Überholspur, in uns gehen, einmal die Akkus aufladen.

Elisabeth Brunkhorst, Präsidentin Niedersächsischer Landfrauenverband Hannover e.V.

Doch wofür? Für die nächste Runde mit Bleifuß auf dem Gaspedal? Ist es wirklich das, was wir wollen: Ist es immer mehr? Die Lebensfrage, die sich uns gerade in dieser Zeit stellt, ist doch: „Was ist mir in meinem Leben wichtig?“ Meine Antwort: Familie und Freunde, Geborgenheit zu Hause, gute Nahrungsmittel, persönliche Begegnungen, Gemeinschaft, Zufriedenheit … und die Landfrauen – ich bin froh und dankbar dazuzugehören.

Erst in Krisenzeiten wird deutlich, wie stark eine Gemeinschaft ist. Wie wichtig uns soziale Kontakte und eine lebendige Gemeinschaft sind, merken wir gerade jetzt, da das soziale Leben stark eingeschränkt wird. Wir Landfrauen haben in der Krise bewiesen, dass wir Durchhaltevermögen haben, zuverlässig sind und da anpacken, wo Hilfe benötigt wird. Ich bin stolz darauf, dass wir so einen starken Zusammenhalt leben und füreinander da sind. Danke, dass Sie auch in dieser Zeit, in der die Vereinsarbeit etwas runtergefahren wird, hinter Ihrem Verein stehen und ihm den Rücken stärken. Es werden wieder andere Zeiten kommen, da bin ich mir ganz sicher.

Doch jetzt heißt es erstmal gemeinsam gut durch diese Zeit zu kommen. Deswegen möchte ich Sie gerne ermutigen, weiterhin füreinander da zu sein, gerade jetzt, wenn es früh dunkel wird. Ich freue mich jetzt schon auf hellere Tage und auf neue inspirierende Aktivitäten miteinander.

Und behalten Sie alle ihre ganz persönliche Antwort auf die Frage: „Was ist mir im Leben wichtig?“ auch nach der Pandemie im Blick. Denn das ist das Gute, was wir mitnehmen können.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit. Passen Sie alle gut auf sich und Ihre Lieben auf und bleiben sie gesund!

Ihre Elisabeth Brunkhorst, Präsidentin Niedersächsischer LandFrauenverband Hannover e. V.

Liebe Landfrauen, liebe Leserinnen und Leser!

Die Corona-Pandemie hat uns im zurückliegenden Jahr in Atem gehalten und tut es immer noch. Die Kontakteinschränkungen haben tiefe Spuren in der Wirtschaft und im gesellschaftlichen Leben hinterlassen. Auch das gesamte Vereinsleben kam zum Erliegen. Viele unserer Landfrauenvereine haben eine Hilfsaktion gestartet, Nachbarn und älteren Menschen geholfen durch Einkaufsdienste oder andere Gesten, die den Zusammenhalt im ländlichen Raum ausmachen. Fleißig wurden Behelfsmasken genäht und insbesondere karitativen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Ich danke allen Landfrauen in Weser-Ems für ihren außerordentlichen Einsatz unter diesen schwierigen Bedingungen.

Ina Janhsen, Präsidentin Niedersächsischer Landfrauenverband Weser-Ems e.V.

Zwei Dinge hat uns die Corona-Krise sehr deutlich vor Augen geführt, auf die ich an dieser Stelle aufmerksam machen möchte. Es sind vor allem Frauen, die an der Supermarktkasse sitzen, zu pflegebedürftigen Senioren fahren, in der Krankenpflege arbeiten und die Betreuung in den Kitas gewährleisten – und die Grundversorgung während der Lockdown-Phase im Frühjahr aufrechtgehalten haben und es auch jetzt wieder tun. Der Frauenteil ist in den sogenannten systemrelevanten Berufsgruppen bei knapp 75 Prozent. Nicht alle, aber viele dieser Berufe sind unterbezahlt. Daran muss sich in Zukunft etwas ändern.

Ähnliches gilt für die Frauen auf landwirtschaftlichen Höfen, die häufig immer noch nicht die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen. Landwirtinnen sind heutzutage qualifizierte Fachkräfte mit einer fundierten Ausbildung. Sie sind häufig Unternehmerin, Gastgeberin und Vermarkterin in einem und geben sich längst nicht mehr damit zufrieden, nur die „gute Seele“ zu sein. Mehr als je zuvor leisten sie einen entscheidenden Beitrag zum Betriebserfolg – dies verlangt mehr Anerkennung.

Viele Menschen haben während der akuten Corona-Krise den Bauern nebenan entdeckt, um sich mit heimisch erzeugtem Obst, Gemüse und Fleisch einzudecken. Diese neue Wertschätzung für Lebensmittel und für diejenigen, die sie produzieren, gilt es aufrecht zu erhalten. Dafür wollen wir Landfrauen uns gerne einsetzen und nach Kräften unterstützen. Das ist angesichts von z. T. sehr kontrovers geführten Diskussionen eine große Herausforderung, der wir uns gerne gemeinsam mit der Landwirtschaft stellen.

Lasst uns mit Zuversicht und Optimismus an den Lichtern der Weihnacht erfreuen, an leuchtenden Kerzen und Gesichtern, die das Glück nach außen strahlen.

Ich wünsche uns allen ein friedvolles und vor allem gesundes Weihnachtsfest mit Gottes Segen für das neue Jahr!

Ihre Ina Janhsen, Präsidentin Niedersächsischer LandFrauenverband Weser-Ems e.V.

Inhalte der Ausgabe

  • Tierhaltung: Küchenschnack mit Milchviehhalter Matthias Schulte-Althoff
  • Pflanzenbau: Perspektiven für Zuckerrüben
  • Technik: Wirtschaftlichkeit Gülleseparation
  • Forstwirtschaft: Bodenverbesserung mit Wollpellets: Feldversuch im Emsland

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