Schafherde weidet auf einer Wiese
Janina Schuster | am

Osnabrück: Mit 440 Schafen auf Reisen

Monique van Dijk vom Frecklinghof in Tecklenburg hat eine besondere Aufgabe: sie hütet zusammen mit ihren Hunden 440 Schafe. Dabei befinden sie sich stets auf Wanderschaft.

"Das Schöne an dem Job ist der Umgang mit den Tieren. Wie sie die Flächen abweiden und so schön zurücklassen", sagt Monique van Dijk. Sie steht inmitten von 200 Mutterschafen und deren 240 Lämmern. Die Schafe gehören der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL). Die Herde existiert seit 20 Jahren und wird seit letztem Jahr vom Frecklinghof der Familie van Dijk betreut. Es ist ein Knochenjob der Freude bringt. "Man kann viel draußen sein und lernt die Region wirklich kennen", so Monique van Dijk.

Aufregende erste Wanderschaft für Schafnachwuchs

Die Schafe sind nun seit Ende April in der Natur unterwegs. Lediglich drei bis vier Monate müssen sie im Stall verbringen, da im Dezember das Futter zu knapp werden. Die Temperaturen sind kein Argument. "Für die Schafe ist die Kälte nicht schlimm", sagt van Dijk.  Bevor es auf Wanderschaft geht, bekommen die Schafe ihre Lämmer. Diese haben dann noch etwas Zeit zu wachsen bis van Dijk und die Herde wieder losziehen. Damit die Herde in der gleichen Anzahl ankommt, in der sie gestartet ist, startet van Dijk vorsichtig. So bewege sie sich erst nah am Hof, dann geht es irgendwann etwas weiter. Für die Lämmer ist die erste Wanderung immer besonders spannend. "Die gucken dann erstmal komisch", berichtet die Hirtin.

Hunde helfen bei der Arbeit

Die Schäferin schaut zwei Mal am Tag nach den Tieren. Ist noch genügend Wasser vorhanden? Wird das Futter knapp? Unruhige oder blökende Schafe sind untrügliche Zeichen dafür, dass sie weitermüssen. Bevor es jedoch weiter geht, wird der neue Bereich bereits sicher eingezäunt. Dann geleiten die Hütehunde die Schafe in ihr neues Domizil geleitet. Ihre Working Kelpies wissen instinktiv, wo sie hinmüssen. Darauf wurden sie gezüchtet. "Es kommt eher vor, dass wir am falschen Punkt stehen", sagt die Tecklenburgerin.

Nachhaltige Rasenmäher mit Aufgabe

Die Schafe erfüllen eine wichtige Aufgabe in Tecklenburg. Sie sind Landschaftspfleger an schwer begehbaren und unebenen Stellen. Die Flächen, auf denen die Tiere weiden gehören teilweise der ANTL, aber auch anderen Personen, die diese zur Verfügung stellen. An die ANTL geht auch das, was durch die Schafe produziert wird: Wolle und Fleisch. "Man kann sie nicht alle behalten", sagt van Dijk. Daher werden die Lämmer auch ab einem bestimmten Alter geschlachtet. Noch ein Punkt für die tierischen Rasenmäher.

Mit Material von NOZ
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