Mundschutz FFP2
Anne-Maria Revermann | am

Osnabrück: Autozulieferer stellt Schutzmasken her

Um den Bedarf besser decken zu können, näht ein Osnabrücker Autozulieferer FFP2-zertifizierte Schutzmasken.

In der Corona-Krise ist der Bedarf an Schutzmasken hoch - vor allem für Ärzte und medizinisches Personal. Und auch, um künftig das noch auferlegte Kontaktverbot zu lockern. Um diesen Bedarf besser decken zu können, stellt der Osnabrücker Autozulieferer und Textilverarbeitungsexperte Zender Germany GmbH die Produktion um und näht FFP2-zertifizierte Schutzmasken für Kliniken und Arztpraxen.

Bis zu 100.000 Masken pro Tag

In nächster Zeit sollten bis zu 100.000 Masken täglich hergestellt werden, teilte die niedersächsische Landesregierung mit. Heute (6. April) will sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil einen Eindruck von der Produktion verschaffen.

Engpässe gibt es bei Schutzkleidung und Atemmasken. Sie müssen zu großen Teilen auf dem Weltmarkt beschafft werden, auf dem enorme Konkurrenz herrscht. Immer wieder gibt es auch Berichte, dass die USA anderen Staaten bestelltes Schutzmaterial zum mehrfachen Preis vor der Nase wegkaufen.

Schutzmasken im Alltag tragen?

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht nach der Corona-Krise Veränderungen im gesellschaftlichen Leben auf die Menschen zukommen. Schutzmasken gehörten dann in Deutschland viel stärker zum öffentlichen Bild.

Der "gute alte Handschlag" werdein den Hintergrund treten. In der Frage der geltenden Ausgangsbeschränkungen werde das Osterfest ein echter Stresstest. Weil warnte vor verfrühten Exit-Debatten. "Eine Lockerung wird erst dann möglich sein, wenn wir tatsächlich erkennen können, dass der bisherige Kurs Früchte getragen hat", betonte er.

Mit Material von dpa
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