Hinweisschild Maskenpflicht
Christel Grommel | am

Osnabrück: Corona-Regelungen werden verschärft

Die Infektionszahlen steigen. Osnabrück und Cloppenburg reagieren nun mit verschärften Regeln.

Seit heute (22. Oktober) gilt in der Osnabrücker Innenstadt und vor dem Bahnhof Maskenpflicht. Gastronomen müssen um 23 Uhr die Türen schließen, die Sperrstunde geht bis sechs Uhr morgens. Diese Regeln sollen vorerst für drei Wochen gelten. Die Maßnahmen wurden aufgrund des hohen Inzidenzwertes ergriffen. Sobald dieser wieder sinke, werde man die Maßnahmen erneut überprüfen, so die Leiterin des Corona-Krisenstabs. In nächster Zeit könne aber kaum von einem sinkenden Wert ausgegangen werden.

Ab heute gelten auch die neuen Teilnehmergrenzen für Feiern und Zusammenkünfte, die in der Landesverordnung geregelt sind und bei einem 7-Tage-Inzidenzwert von mehr als 50 automatisch in Kraft treten. Das bedeutet: Privat dürfen sich nur noch bis zu zehn Personen treffen. Feiern in der Gastronomie oder in gemieteten Sälen sind auf 25 Personen beschränkt. 

Ob der Osnabrücker Weihnachtsmarkt stattfinden wird, ist noch nicht entschieden.

Auch der Kreis Cloppenburg kündigte an, die Maßnahmen verschärfen zu wollen. Laut Verwaltung werde dies unter anderem den schulischen Bereich und Reiserückkehrer betreffen. 

Landrat Wimberg kritisierte das Verhalten einiger Gastwirte - bei Kontrollen waren etwa ein Dutzend Gastronomen durch Verstöße gegen Sperrstunde und Hygieneregeln aufgefallen.

Wirtschaft in Niedersachsen fürchtet Lockdown

Bei der Industrie- und Handelskammern Niedersachsen (IHKN) herrscht Sorge vor einem zweiten Lockdown. 

Laut Umfrage habe sich die Lage der Wirtschaft im dritten Quartal zwar verbessert, das zweite sei jedoch "katastrophal" gewesen. Mit den steigenden Infektionszahlen wächst nun auch die Sorge wieder. Besonders die exportorientierten Industriebetriebe und Großhändler, Reise- und Tourismusbranche sowie die Messebranche und die Kulturwirtschaft sind von Existenznöten betroffen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hängt der aktuelle Anstieg der Zahlen vorwiegend mit Ansteckungen im privaten Bereich zusammen. Dort nehme die Anzahl der Ausbrüche deutlich zu.

RKI-Präsident Weiler sagte zur aktuellen Lage, das Geschehen steigere sich drastisch. Es müsse davon ausgegangen werden, dass es wieder mehr schwere Fälle und Tote geben werde. Aktuell meldete das RKI am Donnerstag 11.287 festgestellte Neuansteckungen binnen 24 Stunden.

Mit Material von dpa, NDR, NOZ

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