Der Fluss Hase in Osnabrück
Anne-Maria Revermann | am

Osnabrück: Giftiges Löschwasser verursacht Fischsterben in der Hase

Nach dem Großbrand in Osnabrück hat chemisch belastetes Löschwasser ein Fischsterben in dem Fluss Hase verursacht.

Die Hase in Osnabrück sei auf mehreren Kilometern tot, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch (22. Juli) feststellte. Mikroorganismen, Kleinstlebewesen und Fische seien betroffen. Pflanzen scheinen weniger Schäden davon getragen zu haben.

Nach einem Großbrand am Montag (20. Juli) soll der Einsatz vergiftetem Löschwasser die Ursache für das Fischsterben sein. Das mit Tensiden belastete Löschwasser war offenbar aus einem undichten Regenklärbecken in die Hase gelangt.

Der Brand ist offenbar beim Versuch entstanden, mit einem Gasbrenner Unkraut abzuflämmen. Dabei geriet leicht entzündliches Reparaturmaterial einer Autowerkstatt in Flammen. Die Gebäude zweier Firmen wurden zerstört.

Regeneration der Hase soll drei Jahre dauern

Der Sauerstoffgehalt der Hase liege nun weit unterhalb des kritischen Wertes. Der Fluss werde nach Einschätzung von Fischereiexperten bis zu drei Jahre benötigen, um sich vollständig zu regenerieren. Die Trinkwasserversorgung der Stadt sei nicht gefährdet, da das Wasser aus Brunnen stamme.

Die Verwaltung warnte die Bevölkerung aber davor, mit dem Schaum auf der Hase oder dem Flusswasser in Kontakt zu kommen oder Haustiere dort auszuführen.

Grünen sprechen von Umweltkatastrophe

Von Schlauchbooten aus wurden die toten Fische eingesammelt. Die Grünen im Stadtrat Osnabrück sprechen von einer Umweltkatastrophe. Es soll geklärt werden, wie es zum unkontrollierten Abfluss des Löschwassers kommen konnte und wer die Verantwortung trage.

Die Stadtverwaltung versucht seit Dienstagabend (21. Juli), die Konzentration der schädlichen Stoffe mit frischem Flusswasser verdünnen.  Auch die Staatsanwaltschaft hat unter anderem wegen der Umweltschäden ein Ermittlungsverfahren angekündigt.

Mit Material von dpa

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