Arbeistpferd Hanna wird in Osnabrück zur Landschaftspflege eingesetzt, Naturschutz
Anne-Maria Revermann | am

Osnabrück: Kaltblut Hanna arbeitet für den Naturschutz

Erstmals setzt der Landkreis Osnabrück im Naturpark Terra Vita Arbeitspferde für den Naturschutz und die Landschaftspflege ein.

Hanna lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Bedächtig zieht das sieben Jahre alte Kaltblut seine Runden über eine leicht abschüssige Heidefläche mitten in einem Waldgebiet in der Nähe von Bramsche im Landkreis Osnabrück. Hinter sich zieht das Pferd eine schwere Metallwalze, an der schmale Stahlplatten angeschweißt wurden. Damit werden Adlerfarnpflanzen niedergewalzt.

"Das ist das erste Mal, dass Hanna einen solchen Einsatz hat", sagt Pferde- und Walzenbesitzer Bernd-Uwe Lange aus Bad Oeynhausen. Auch für den Landkreis Osnabrück ist der Einsatz des Arbeitspferdes eine Premiere.

Pferde gegen den Adlerfarn

Am Naturdenkmal "Heide am Gehn" ziehen erstmals Pferde eine Walze, um Adlerfarn zu beseitigen. Denn der hartnäckige Farm wuchert alles zu - und nimmt so anderen Pflanzen den Lebensraum. Die Naturfläche im Osnabrücker Land wird seit einigen Jahren ökologisch wieder aufgewertet - seit neuestem mit Hanna.

Der Einsatz von Arbeitspferden bieten sich dann an, wenn in sensible Böden nicht verdichtet werden sollten. Schwere Maschinen kommen dann nicht infrage. Pferde hingegen sind wendig und nicht zu schwer. Auch die vergleichsweise schmale Gestalt der Pferde ist von Vorteil: Mit gerade einmal 80 Zentimetern Breite kommt Hanna selbst durch eng nebeneinander stehende Bäume; eine Maschine würde das nicht schaffen.

Pferde auch für geschädigte Wälder sinnvoll

Auch mit Blick auf die vielen Waldflächen, die deutschlandweit wegen der Trockenheit und des Borkenkäfers geschädigt seien, könnte das Interesse an den Pferdeeinsätzen wachsen. Gerade kleine Flächen seien von Arbeitspferden günstiger zu bearbeiten als mit großen Maschinen.

Mit Material von dpa

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