Blick auf den Zugang zum Olgahafen am Dümmer See in Dümmerlohausen bei Damme (Niedersachsen)
Maren Diersing-Espenhorst | am

Osnabrück: Sanierung des Dümmer Sees geht in nächste Phase

Am Dümmer See werden die Bau- und Sanierungsarbeiten fortgesetzt. Als nächstes Schritt wird das Genehmigungsverfahren für den Bau eines so genannten Absetzbeckens, eines Großschilfpolders, eingeleitet.

Mit diesem Genehmigungsverfahren wird die Voraussetzung für den Bau einer entscheidenden Maßnahme zur Verbesserung der ökologischen Qualität des Dümmer Sees geschaffen.

Der Dümmer ist der zweitgrößte See in Niedersachsen und durch Nährstoffe aus seinem Einzugsgebiet stark belastet. Folgen sind regelmäßige Algenblüten, Fischsterben, Geruchsbelästigungen und weitere Beeinträchtigungen, wie Badeverbote.

Zustand des Sees verbessern

„Eine Reihe von Maßnahmen haben sich in den letzten Jahren schon positiv ausgewirkt", so Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies. „Mit dem Schilfpolder kann der Zustand des Sees jetzt wirklich nachhaltig verbessert werden. Damit erfüllen wir neben einem wichtigen ökologischen Ziel auch die verpflichtenden europäischen Vorgaben im Zuge der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie. Das ist eine wichtige Entscheidung."

Erste Maßnahmen bereits 2013 eingeleitet

Das Sanierungskonzept für den Dümmer See sieht darüber hinaus weiter ergänzende Maßnahmen im Einzugsgebiet vor. „Hierzu gehören vom Land finanzierte Beratungsmaßnahmen für die Landwirtschaft, ergänzend zu den Vorgaben der Düngeverordnung, sowie Maßnahmen zur Renaturierung von Fließgewässern. Diese dienen vorrangig dazu, den Flächenbedarf für den Schilfpolder auf ein Mindestmaß zu begrenzen, sie können ihn jedoch nicht ersetzen", beschreibt Lies das Gesamtkonzept. Diese Maßnahmen wurden bereits 2013 eingeleitet und müssen fortgesetzt werden.

Die Investitionsentscheidung wird das Kabinett erst nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens treffen. Hierzu wird zunächst das Ergebnis des Verfahrens abgewartet. Zuständige Planfeststellungsbehörde ist der Landkreis Osnabrück.

Mit Material von Niedersächsische Staatskanzlei

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