Mehrere Demonstranten bei der Mahnwache "Aktion Wolf" in Dangast.

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Ellen Hartmann | am

Friesland: Hunderte sind beim "Aktionstag Wolf" dabei

Hunderte Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter, das Landvolk sowie diverse weitere Verbände haben sich gestern (11. Juli) in vielen Küstenorten zum landesweiten "Aktionstag Wolf" getroffen. Sie fordern eine Wolfsobergrenze in Niedersachsen.

Unter anderem in Dangast, Schillig und Dornum in Friesland, in Tossens in der Wesermarsch oder in der Gemeinde Wurster Nordseeküste im Landkreis Cuxhaven haben sich gestern mehrere hundert Menschen versammelt, um gegen den Wolf und die bisherigen politischen Maßnahmen gegen das Raubtier zu demonstrieren.

"Stoppt den Wolf"

Aufgerufen zur Aktion zur Einführung eines aktiven Wolfmanagements in Deutschland und Niedersachsen hatten der Kreislandvolkverband Friesland e.V. (KLV), das Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement, Land schafft Verbindung (LsV), der KreisLandFrauenverband Friesland-Wilhelmshaven sowie die Niedersächsische Landjugend. Denn in Niedersachsen leben derzeit rund 35 Rudel und zwei Wolfspaare, was in Summe circa 350 lebende Wölfe bedeute, geht aus dem Wolfsmonitoring hervor. 

Der KLV geht daher auch davon aus, dass sich die Zahl der Tiere bis Ende des Jahres auf 450 bis 500 Tiere ausweiten könnte. "Was aus Sicht des Artenschutzes erfreulich erscheint, hat sich in den letzten Jahren zu einem massiven Problem nicht nur für die Weidetierhaltung, vielmehr für den gesamten ländlichen Raum entwickelt", heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Organisationen.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies.

Der Wolf: pro und kontra.

Aus diesem Grund hatten die Verbände landesweit dazu aufgerufen, eine Mahnwache zu veranstalten, um ihren Forderungen nach einem klaren Wolfsmanagement Nachdruck zu verleihen. Auch Umweltminister Olaf Lies nahm an dem Aktionstag teil. Laut dem Minister sei eine Beschränkung des Tieres nötig. Das sieht auch Jörn Ehlers, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen, so: "Wir fordern ein eindeutiges Wolfsmanagement mit einer Obergrenze, die bei Erreichen den offiziellen Abschuss erlaubt."

In der vergangenen Woche hatte Ehlers eine Umfrage zum Wolf in Niedersachsen an Lies übergeben. Die zeige: Rund zwei Drittel der Bürger finden die Rückkehr des Wolfes gut, drei Viertel sehen aber auch die Probleme der Weidetierhalter. Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) seien ein Wolfsmanagement mit Obergrenze sowie eine Bestandsregulierung keine Lösung. Sie sprechen sich für den dauerhaften Schutz der Nutztiere aus. 

Mit Material von NDR und KLV

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