Hühner in einem Gehege.
Ellen Hartmann | am

Geflügelpest: Weiter kein Ende in Sicht

Vier Wochen lang gab es in Niedersachsen keine neuen Geflügelpest-Fälle, aber jetzt werden wieder erste Neuausbrüche gemeldet. Betroffen sind Putenbestände in den Landkreisen Cloppenburg und Diepholz sowie ein Legehennenbetrieb im Landkreis Aurich.

Besonders viele Geflügelpest-Infektionen gibt es in Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen, so das Agrarministerium in Hannover.

Warum neue Fälle in Niedersachsen?

Die neuen Ausbrüche in Niedersachsens Ställen hängen vermutlich mit dem Zug der Wildvögel zusammen. "Wir haben auch immer wieder Funde von Wildvögeln, die mit dem Virus infiziert waren", so Dieter Oltmann, Geschäftsführer des Niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes. Zu den wirtschaftlichen Folgen für die Geflügelbranche ließen sich jedoch keine Angaben machen. "Die Betriebe sind versichert, der grobe Schaden wird ersetzt", sagt Oltmann. "Allerdings ersetzt die Versicherung nicht alle Schäden: Mindereinnahmen, die beispielsweise durch Handelsbeschränkungen in den betroffenen Regionen entstehen, sind nicht abgedeckt."

Erste infizierte Menschen in Russland

Die Russische Föderation teilte kürzlich mit, dass sich erstmals Menschen mit dem Subtypus H5N8 infiziert hätten. Insgesamt sieben Mitarbeiter einer Geflügelfarm im Süden Russlands hätten sich mit dem Virus angesteckt. Allerdings sei der Krankheitsverlauf milde. In Deutschland gibt es derzeit keine Hinweise auf eine Ansteckung von Menschen mit der Geflügelgrippe. Jedoch haben sich Bundesagrarministerin Julia Klöckner und ihre Amtskollegen Barbara Otte-Kinast aus Niedersachsen und Till Backhaus aus Mecklenburg-Vorpommern auf ein Monitoring der Personen, die in Kontakt mit dem Virus kommen, geeinigt.

Mit Material von dpa
Pute-Putenstall_0.jpeg
Produkte entdecken

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Mehrleser-Funktion

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Audio und Video

✓ 1 Tag früher informiert

 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Agrarpolitik: Nährstoffbericht - Bedarf und Düngung nähern sich an
  • Pflanzenbau: Tipps zur Zuckerrübenaussaat
  • Tierhaltung: Wohlfühlatmosphäre für Kälber

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen