Strandabschnitt auf der ostfriesischen Insel Norderney.
Ellen Hartmann | am

Minister aus Norddeutschland beraten über Ressource Wasser

Da die norddeutschen Bundesländer mit ihren Küstenregionen stark vom Klimawandel betroffen sind, haben die Ministerinnen und Minister bei einer Klima-Konferenz besonders über den Umgang mit Wasser diskutiert.

Die Folgen des Anstiegs des Meeresspiegels, Sturmfluten sowie Extremwetterereignisse wie Starkregen oder extreme Trockenheit führen nicht nur zu Schäden für Mensch und Natur, sondern auch zu erheblichen Sachschäden, heißt es vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

Schäden von Extremwettersituationen verringern

Gerade mit Hinblick auf die Ressource Wasser sei Norddeutschland betroffen, so das Ministerium weiter. Daher haben die Minister der norddeutschen Bundesländer auf der Regionalkonferenz des Bundes und der norddeutschen Länder über den Klimawandel gesprochen und auch darüber, mit welchen Problemen sich die Länder beim Umgang mit Wasser auseinandersetzen müssen. Bei der Konferenz wurde daher darüber beraten, wie Schäden und Risiken durch Starkwetterereignisse möglichst geringgehalten werden könnten. Zudem haben die Minister vereinbart, intensiver zusammen zu arbeiten, den Umgang mit Wasser genauer zu analysieren sowie über die künftige Verteilung von Wasser zu beraten.

Das sagt Minister Olaf Lies zu dem Treffen:

"Angesichts des nun für alle spürbaren Klimawandels und der Wetterextreme der letzten Jahre ist klar: Wir müssen die Klima-Resilienz unseres Landes erhöhen", so Olaf Lies. "Und das wird uns Geld kosten. Wenn man bedenkt, dass wir schon heute fast 62 Mio. Euro allein jedes Jahr in den Küstenschutz in Niedersachsen stecken wird schnell klar, über welche Dimensionen wir hier sprechen werden. Denn die Aufgabe umfasst alle Lebens- und Politikbereiche: vom Küstenschutz, über die Wasserversorgung bis hin zu der Frage, wie wir Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Seniorenheime und Krankenhäuser vor den zunehmenden Hitzewellen schützen. Für mich steht daher auch bei der Klimafolgeanpassung fest: Jetzt ist die Zeit für Investitionen."

Klimawandel fordert umgehendes Handeln!

„Die Anpassung an den Klimawandel erfordert ein umgehendes Handeln und wird darüber hinaus langfristig notwendig sein, um unsere Lebensgrundlagen und ein lebenswertes Umfeld in den Städten und Dörfern zu erhalten", sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg Vorpommern. "Kluges Wassermanagement wird dabei ein Schwerpunkt beim Schutz und der Entwicklung von Infrastruktur sein." Auch Schleswig-Holstein hat sich bereits Gedanken gemacht: "So haben wir an der Nordseeküste bereits deutlich höhere Klimadeiche konzipiert und sogar errichtet, außerdem verstärken wir die Warften unserer Halligen, sodass sie dem Anstieg des Meeresspiegels standhalten", erklärt Minister Jan Philipp Albrecht.

Bundesländer haben gemeinsames Ziel

"Um all diese Anpassungen zu koordinieren, spielt der fachübergreifende Austausch zwischen Behörden, Ämtern und Institutionen eine große Rolle", so Albrecht weiter. "Nur so können wir uns vergegenwärtigen, dass trotz mitunter konträrer Interessen das Ziel ein gemeinsames ist: dem Klimawandel gestärkt zu begegnen und den Klimaschutz zu forcieren.“ Denn eines sei klar: die norddeutschen Bundesländer stehen vor den gleichen Herausforderungen. "Starkregenereignisse und Dürresommer der letzten Jahre haben gezeigt, wie auch Bremen verwundbar gegenüber den Folgen des Klimawandels ist", sagt auch Dr. Maike Schaefer, Bremens Senatorin für Klimaschutz und Umwelt. 

Klimaentwicklung muss beim Bau eingeplant werden

"Immer da wo gebaut und investiert wird, muss die zukünftige Klimaentwicklung und ihre Folgen mitgeplant werden", fordert Schaefer daher. "Gleichzeitig machen Hochwasser, Starkregen oder Dürren nicht an Landesgrenzen halt. Wenn es um Hochwasserschutz oder den Umgang mit der Ressource Wasser und dessen Verfügbarkeit geht, ist die enge überregionale Abstimmung im norddeutschen Raum besonders wichtig. Bremen arbeitet hier bereits eng mit Niedersachsen zusammen." 

Mit Material von BUKEA
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