Auricher Appell: Olaf Lies hält Schild mit Windrad

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Christel Grommel | am

Ostfriesland: Ausbau der Windkraft

In Niedersachsen fordern Politik und Wirtschaft vom Bund bessere Bedingungen für den Ausbau von Windkraft an Land. Olaf Lies, Energieversorger EWE, Verbände und Gewerkschaften unterzeichneten dazu den "Auricher Appell".

Als einen kraftvollen und guten Tag für die Windenergie beschrieb Olaf Lies die Unterzeichnung des Auricher Appells, in dem Ziele und Forderungen formuliert werden.

"Ohne den Nordwesten, der Schlüsselregion für die Erneuerbaren, wird es keine Energiewende in Deutschland geben. Deshalb brauchen wir mehr Windenergie statt Ausbauflaute!", stellte Lies fest. 

Dass der Energieminister, die EWE AG, die Aloys Wobben Stiftung, die IG Metall, Verdi, der Landrat, Bürgermeister, die Stiftung Offshore Windenergie, der Landesverband Erneuerbare Energien und der Bundesverband Windenergie mit ihrer Unterschrift Seite an Seite kämpfen, habe es in der Geschichte noch nicht gegeben. Der Auricher Appell zeige noch einmal das eindeutige Bekenntnis Niedersachsens und der Landesregierung zum Ausbau der Windenergie und zum Klimaschutz.

Die Bundesregierung hat in der letzten Woche Pläne für einen schnelleren Ausbau der Ökostroms vorgestellt. Danach soll der Ökostromanteil bis 2030 auf 65 Prozent steigen. Bis 2050 sollen es 100 Prozent Ökostrom sein. Dieser Kabinettsentwurf müsse noch nachgebessert werden, sagte EWE-Vorstandschef Dohler. Die Bundesregierung setze den künftigen Stromverbrauch zu niedrig an.

Ziele und Forderungen

  • Zuverlässige, höhere und dem zukünftigen Stromverbrauch angepasste Ausbaupfade für Erneuerbare Energien. Für Windenergie an Land bedeutet das einen Nettozuwachs von 5 GW pro Jahr.
  • Rechtsichere Lösung der Flächenkonflikte zwischen dem notwendigen Ausbau der Windenergie und Arten-, Naturschutz und Flugsicherung.
  • Erleichterungen des Repowering gegenüber Höhenbegrenzungen und Belangen des Arten- und Immissionsschutzes, damit etablierte Standorte weitergenutzt werden können.
  • Anschlusslösung von Windenergieanlagen an Land nach der Förderhöchstdauer, die übergangsweise einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb ermöglicht.
  • Einführen eines marktfähigen Ausschreibungsdesigns Offshore
  • Wirksame Erleichterungen und Beschleunigungen für immissionsschutzrechtliche Genehmigungen.
  • Handhabbare Akzeptanzförderung durch Wertschöpfung, die bei Standort- und Nachbarkommunen und Bürgern ankommt. 
  • Einführung eines Netzinnovationsgebietes im Nordwesten
  • Arbeitsplätze und Betriebe zu sichern und auszubauen.
Mit Material von ML, dpa, EWE

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