Frontansicht Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Christel Grommel | am

Ostfriesland: Landesmuseum sucht Corona-Exponate

Das Ostfriesische Landesmuseum in Emden fordert dazu auf, Exponate zur Corona-Krise aus der Region einzusenden.

Und das kann alles sein, was die Menschen während der Krise hat kreativ werden lassen: Selbstgenähter Mund-Nase-Schutz, das Konzert im eigenen Wohnzimmer oder um- und selbst gestaltete Spiele. 

Laut Museumsdirektor Jahn sollen es Exponate sein, die den Alltag in der Corona-Krise symbolisieren. "Dies können beispielsweise besonders modische oder originelle Mund-Nasen-Masken sein oder auch einfallsreiche Beiträge zum sogenannten Homing wie Gemeinschaftsaushänge in Mietshäusern", sagte Jahn. "Dabei ist davon auszugehen, dass Kreativität mindestens so ansteckend ist wie Covid 19." Für ihn ist die Krise um den Virus schon mitten in der Pandemie museumsreif.

Sogar die Einkaufstasche, mit der für die Nachbarin eingekauft wurde, sei interessant. Und Exponate, die diese Fragen beantworten: Wie sieht der Schulalltag zuhause aus? Vielleicht wird gerade viel gespielt? Welches Spiel wird etwa kreativ für die aktuelle Situation umgestaltet?

Ein wichtiger Schwerpunkt liege im digitalen Bereich. "Musiker nehmen Wohnzimmerkonzerte auf und stellen sie ins Internet, Tänzer performen vor der Handykamera", so das Museum. Wie so vieles während der Pandemie, so sollen auch die Vorschläge für Exponate digital abgewickelt werden: Bilder und Berichte, die den Alltag in Quarantäne beschreiben, können per Mail geschickt werden. Und natürlich möchte man die dazugehörige Geschichte erfahren.

Mit Material von dpa
Das könnte Sie auch interessieren