Die Außenems mit Ufer
Christel Grommel | am

Ostfriesland: Naturschützer besorgt wegen Außenemsvertiefung

Nachdem einige Jahre Stillstand in der Sache herrschte, kommt nun Bewegung in die geplante Vertiefung der Außenems. Für Naturschützer ist dies ein Grund zur Sorge.

In der trichterförmigen Mündung zum Meer soll laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ems-Nordsee auf einer Strecke von knapp 13 Kilometern die Fahrrinne um einen Meter vertieft werden. 

Das führt zur Sorge beim Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen: "Wir haben ja schon die große Problematik in der Tideems, dass die Flut- und Ebbströme sich total verändert haben und dadurch sehr viel Schlick eingetragen wird", sagte Elke Meier vom Nabu. Die Sedimente würden sich auch im Wasser lösen, was zu einem geringen Sauerstoffgehalt führe - Lebewesen könnten sich zum Teil nicht mehr ansiedeln.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostfriesland hält die Vertiefung für nötig, damit Automobiltransporter den Hafen ansteuern können. Wirtschaftsminister Althusmann hat die Arbeitsplätze im Blick: "Damit werden rund 10.000 Arbeitsplätze in der Hafenwirtschaft Emdens gesichert."

Anfang März wurde die Verständigung bei strittigen Fragen verkündet. Nun soll bis Ende 2022 das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden.

Mit Material von dpa

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