Auf der Insel Spiekeroog ziehen Pferde einen Wagon mit Urlaubern.
Ellen Hartmann | am

Ostfriesland: Spiekeroog braucht Spenden für die Pferdebahn

Im Sommer zuckelt die Pferdebahn mit Touristen an Bord auf Spiekeroog vom alten Bahnhof zum Westend. Das könnte sich aber ändern. Der Museumsverein braucht dringend Hilfe.

Für Spiekeroogs Urlauber ist die Pferdebahn seit Jahrzehnten die Attraktion der Insel, aber momentan fehlen nicht nur die Touristen, sondern auch das Geld. Unter dem Motto "Rettet die Pferdebahn" ruft der Verein des Inselmuseums zu Spenden auf, um die Reparatur eines alten Deichtors zu finanzieren.

Pferdebahn muss durch das Deichtor rollen

Wird das Tor nicht saniert, kann die Pferdebahn nicht mehr fahren. Um das Deichtor zu stabilisieren sei eine doppelreihige Dammbalken-Sicherung nötig, so Dieter Mader, Vereinsvorsitzender des Inselmuseums. Dazu komme auch eine neue Konstruktion aus Metallbalken und Stahlbetonwänden als Hochwasserschutz. Noch liegen Sandsäcke vor dem Tor, damit die Insel vor Sturmfluten geschützt ist. Doch die Säcke sind sehr schwer und unbeweglich und versperren den Weg der Bahn.

Spiekeroog-Pferdebahn-Pferd-Kutsche-Insel.jpg

Neubau kommt nicht infrage

Einen Neubau der Stöpe, so wird die Öffnung im Deich auch genannt, könne sich die Insel nicht leisten. "Das würde bis zu zwei Millionen Euro kosten", erklärt Hille Schreiber vom Museumsverein. Allerdings sei auch ein Auf- und Abbauen der Sandsäcke ein zu großer Aufwand. Deshalb hofft der Museumsverein jetzt auf Spenden und darauf, dass die Bahn im Frühling wieder fahren kann.  

Momentan analysiert der Küstenschutz die Pläne des Inselmuseums. Laut des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sei die Idee mittelfristig eine Lösung. Bis zu zehn Jahre könnte Spiekeroogs historische Pferdebahn so fahren.

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